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Oschatz Werner Volkmar bringt nostalgische Töne in die Pfarrscheune
Region Oschatz Werner Volkmar bringt nostalgische Töne in die Pfarrscheune
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14:09 30.11.2015
Liederabend mit Werner Volkmar in der Kulturscheune Borna. Quelle: Dirk Hunger
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Borna

Der sächsische Reinhard Mey gastierte am Freitagabend in der Pfarrscheune Borna - diesen Titel erhielt der Leipziger Liedermacher Werner Volkmar einst von der Presse - und lebt ganz gut damit, wie er sagt. Gleich mit seinem ersten Lied, in dem es heißt "Ein jedes hat sein Beginnen, ein jedes hat sein Ziel" stellt der 66-jährige unter Beweis, dass er seinen Beinamen zurecht trägt - denn wie Mey scheut Volkmar weder die kleinen, noch die großen Themen.

An einem Sonntag in Chemnitz geboren, hat sich der Künstler auch die Mentalität eines Sonntagskinds bewahrt - Seine Songs sind überwiegend fröhlich, in jedem Ton schwingt Nostalgie mit. Sein Leitfaden für das 90-minütige Gastspiel sind Erinnerungen. Selbige an Kindheit, Jugend und Erwachsenwerden hat er in einem Büchlein zusammengefasst, aus dem er, zwischen den Gesangspassagen vorliest. In "Sachse von Geburt" wimmelt es vor Details und Anekdoten, die die wenigen, aber aufmerksamen Zuschauer sehr gut nachvollziehen können. Die meisten von ihnen sind in Volkmars Alter, manche noch älter, wenige jünger. Letztere kennen das was er erzählt und besingt aus den Erzählungen der Eltern und Großeltern. Volkmars größtes musikalisches Vorbild war sein Vater, ein Schlagzeuger. "Er hatte seine Trommelstöcke immer dabei", verrät er.

Der studierte Betriebswirt ist seit über 30 Jahren als Freischaffender aktiv. Seine Lebenserfahrung bringt ebenso Lieder hervor, die erst nach dem ein oder anderen Liter aus der Flasche entstanden sein könnten: leicht, unbekümmert und fröhlich, ganz für die Gitarre gemacht, die er als einziges Instrument dabei hat. Andere wiederum, wie der Burnout-Blues, schlagen kritische Töne an. Bilder und Düfte inspirieren den Wahl-Leipziger ebenso wie gesellschaftliche Entwicklungen. Er plädiert dafür, mehr auf das Vogelzwitschern zu hören und weniger zu twittern. So, wie es in seiner Kindheit war, geprägt von Holundersuppe mit Zwieback, stundenlangem Kühe hüten und Kino für 25 Pfennig pro Film - und nicht wie heute: von Fernsehen, Smartphone und Internet.

Auch wenn etliche Stühle leer geblieben sind - der Abend war ein Erfolg. Jeder nahm die Einladung an, das Volkslied "Bunt sind schon die Wälder" mitzusingen. Die Erinnerung an den goldenen Oktober macht das ganz leicht.

Christian Kunze

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