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Oschatz Wertvolle Weihnachtskarten aus Wiener Werkstätte
Region Oschatz Wertvolle Weihnachtskarten aus Wiener Werkstätte
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16:43 23.12.2012
Oschatz

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(GH). Karl-Friedrich Kossert - Philokartist und ehemaliger Oschatzer Antiquitätenhändler - zeigt aus seiner Sammlung die Reprint-Weihnachtskarten aus dem Christian Brandstätter Verlag aus Wien von der Wiener Werkstätte. Die Wiener Werkstätte GmbH war eine Produktionsgemeinschaft bildender Künstler.

Gründungsmitglieder im Jahr 1903 waren Josef Hoffmann, Koloman Moser und der Industrielle Fritz Wärndorfer. Vorbild war die britische Arts and Crafts Movement. Produziert wurden sowohl Alltagsgegenstände als auch Schmuck und Möbel. Zeitweise waren die Künstler der Wiener Werkstätte so erfolgreich, dass Verkaufsstellen in New York, Berlin und Zürich eingerichtet wurden.

Wer in der Zeit von 1907 bis 1920 eine Postkarte verschicken wollte, hatte in Wien, Zürich oder auch Marienbad die freie Wahl zwischen den exquisiten Karten der Wiener Werkstätte. Die kleinen Kunstwerke waren von Oskar Kokoschka, Egon Schiele, Josef Hoffmann, Dagobert Peche oder anderen beachtenswerten Grafikern wie Moriz Jung, Rudolf Kalvach, Mela Köhler oder Maria Likarz gestaltet und gaben diesen Künstlern die Möglichkeit, ihre Arbeiten in höheren Auflagen zu verbreiten.

Es wurden über 1000 verschiedene Kunstpostkarten veröffentlicht, wovon Oskar Kokoschka 13 Ansichtskarten gestaltete. Diese Karten wurden ab 1908 fortlaufend nummeriert und werden heute von Sammlern hoch gehandelt. Die geschätzten Auflagen betrugen zwischen 200 und 1000 Stück. Die Karten wurden von 1908 bis 1915 gedruckt. Zentralverkaufsstelle der Postkarten war das 1908 errichtete Stadtlokal der Wiener Werkstätte am Graben 15. Eine bis zu dem Zeitpunkt der teuersten in Mitteleuropa gehandelten Ansichtskarten (Krampus mit Kind) wurde am 12. Oktober 2003 für 11 000 Euro versteigert und stammt aus der Wiener Werkstätte. Wer eine solche Originalkarte besitzt, hat einen Schatz.

Zum Philokartisten-Stammtisch am 8. Januar 2013 im Café Wentzlaff am Oschatzer Neumarkt wird Karl-Friedrich Kossert über die Postkartengeschichte der Wiener Werkstätte sprechen.

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