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Oschatz Wie beim Monopoly: Spaßbadverkauft Straßen an Oschatz
Region Oschatz Wie beim Monopoly: Spaßbadverkauft Straßen an Oschatz
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17:58 24.10.2014
Da freut sich der Platschfrosch. Der Straßenverkauf bringt unverhoffte Einnahmen. Quelle: Montage: Patrick Moye

Allerdings wird es bei einer einmaligen Geschäftsabwicklung bleiben.

Die Oschatzer Freizeitstätten GmbH wird gleich einen ganzen Straßenzug nämlich die Berufsschulstraße sowie die Verlängerung, die Grenzstraße, an die Stadt Oschatz verkaufen. Der Fall ist eine Karteileiche, die schon seit vielen Jahren in den Aktenordnern des Platsch begraben lag. "Bei der letzten Unternehmensbewertung wurde festgestellt und angemahnt, dass die Oschatzer Freizeitstätten GmbH zur Zeit noch Grundstückseigentümerin von Straßenflächen ist. Das Unternehmen wurde zum Handeln aufgefordert", heißt es in einer Sitzungvorlage, über die jüngst der Stadtrat entscheiden musste. Insgesamt handelt es sich um 16 einzelne Flurstücke, mit denen das Tochterunternehmen der Stadt Oschatz an sich nichts anfangen kann.

"Als wir diesen Sachverhalt in den alten Unterlagen gefunden haben, dachte ich es haut mich um", kommentierte Geschäftsführerin Iris Kübler. Der Immobilienbesitz stammt noch aus einer Zeit, als das Platsch in den Kinderschuhen steckte. Zwar wurde das Bad im April 1998 eröffnet, doch die Planungsarbeiten und Bauarbeiten fanden schon früher statt. So wurden Teile des Grundstückes später nicht für das Unternehmen, sondern für die Straßen und Parkplätze benötigt. Eine Neuordnung der Eigentumsverhältnisse entsprechend der Nutzung hatte später offenbar nie stattgefunden. Insgesamt handelt es sich um eine Fläche von rund 7300 Quadratmetern. Dabei ist das kleinste Stück Land in dem Verkaufspaket nur vier Qudratmeter groß und die größte Fläche misst 1990 Quadratmeter. "Es handelt sich bei den Stücken um öffentlich gewidmete Flächen. Um die in der Verkehrssicherungspflicht der Stadt Oschatz stehenden Straßen auch in städtisches Eigentum zu überführen, soll mit dem Ankauf der Straßenflächen Baulast und Eigentum vereinigt werden", so Oberbürgermeister Andreas Kretschmar.

Die Stadt kauft die Flächen zu einem Gesamtpreis von reichlich 37 000 Euro. Allerdings muss die Kommune nur einen Bruchteil des eigentlichen Verkehrswertes bezahlen. Entsprechend des Verkehrsfächenbereinigungsgesetzes muss die Stadt nur 20 Prozent des Bodenwertes berappen. Das sind bei einem normalen Bodenpreis von 25 Euro pro Quadratmeter dann nur noch fünf Euro pro Quadratmeter.

Hagen Rösner

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