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Oschatz Wilfried Eberhardt aus Lonnewitz ist der einzige Bienenkistenimker der Region
Region Oschatz Wilfried Eberhardt aus Lonnewitz ist der einzige Bienenkistenimker der Region
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11:59 22.07.2016
Langeweile bei den Bienen von Wilfried Eberhardt – im Hochsommer ist das Futterangebot nicht mehr so groß und die Bienen sitzen auf dem Flugbrett vor der Bienenkiste.
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Lonnewitz

Das Jahr 2012 war ein gutes Jahr für den Oschatzer Stadtteil Lonnewitz. „Nachdem es viele Jahre in Lonnewitz keine Bienenhalter mehr gab, haben an den Osterfeiertagen Gerhard Spindler und ich mit der Imkerei angefangen und unsere ersten Bienenvölker bekommen“, erinnert sich Wilfried Eberhardt. Doch was die beiden Lonnewitzer Imker unterscheidet, ist die Art und Weise der Bienenhaltung.

Während sich Gerhard Spindler für die Imkerei mit der Magazinbeute entschied, wählte Wilfried Eber-hardt die Bienenkiste und ist damit wahrscheinlich der einzige Bienenkistenimker in der Region Torgau-Oschatz.

„Ich habe meine Entscheidung damals ganz bewusst zugunsten der Bienenkiste getroffen, nachdem ich lange im Internet recherchiert habe, welche Art der Bienenhaltung mir zusagen könnte“, so Wilfried Eberhardt. Vier Jahre danach hat der heute 72-Jährige seine Entscheidung nicht bereut.

Sein Bestand an Bienenvölkern ist von zwei auf fünf gestiegen. „Ich habe noch jeden Tag Freude an meinen Bienen. Ich bezeichne mich auch nicht als Imker, sondern als Bienenhalter und mir geht es nicht nur um den Honig, sondern um die Verbindung mit der Natur und die Faszination der Schwarmintelligenz eines Volkes“, fasst es Eberhardt zusammen.

„Für die Bienenkiste habe ich mich entschieden, weil ich den Eindruck hatte, dass sie der Natur der Bienen am meisten entspricht“, so der Lonnewitzer. Bevor er seine erste Bienenkiste von einem befreundeten Oschatzer Tischler anfertigen ließ, nahm er Kontakt mit dem Erfinder der Bienenkiste Erhard Maria Klein in Hamburg auf.

„Die Bienen leben anders als in der Magazinbeute in der Horizontale und nicht im Turm übereinander. Auch das Öffnen der Bienenkiste wird nur selten vorgenommen und die Vermehrung der Bienenvölker erfolgt grundsätzlich über das Abschwärmen“, nennt Eberhard die wichtigsten Unterschiede zu der Bienenwohnung seiner Kollegen.

Während andere Imker ihre Völker bis zu dreimal im Jahr abernten, gibt es bei Wilfried Eberhard nur einmal im Jahr Honig. Und bald ist es wieder soweit. „Ich entnehme meinen Völkern nur den Überschuss, den sie produzieren.

Und der wird nicht geschleudert. Die Waben werden gestampft und anschließend der flüssige Honig abgeseiht. Weiter behandele ich den Honig nicht. Dadurch hat er aber auch ein herrliches Aroma von Wachs und Propolis“, schwärmt Eberhardt. Bei einem Honigvergleich in der Leipziger Region konnte er von 22 Teilnehmern den zehnten Platz belegen. Wer den Bienenkistenhonig von Wilfried Eberhardt in einem Verkaufsregal sucht, der wird nicht fündig. „Den größten Teil verbrauchen wir selbst und nur wenn davon etwas übrig ist, geben wir auch mal was an Freunde und Bekannte ab“, meint der Imker.

Von Hagen Rösner

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