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Oschatz Wilfried Gruhne organisiert Ausstellung in Dahlen
Region Oschatz Wilfried Gruhne organisiert Ausstellung in Dahlen
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16:59 12.08.2014
Der Dahlener Maler Willfried Gruhne (2.v.r.) im Kreise seiner Kinder und Enkel sowie Besuchern der Ausstellung. Quelle: Dirk Hunger

Von Beruf ist der 60-Jährige Restaurator und verdient seinen Lebensunterhalt bei der Firma Voigtländer in Oschatz. Doch in seiner Freizeit malt er leidenschaftlich Bilder.

Über 80 Werke - Ansichten, Impressionen, Fantasien - größtenteils in Öl und Acryl, können die Besucher an den Wänden seines Hauses und wirkungsvoll im Gartengrundstück aufgestellt, in Augenschein nehmen. "Die Malerei ist für mich wie ein Ventil und hat mir viele Jahre geholfen. Ich bin trockener Alkoholiker. Immer wenn ich ein bisschen angespannt bin, male ich ein Bild", erzählt der Dahlener seinen Gästen. Seine Erfahrungen möchte er gern weitergeben, und besucht deshalb auch Suchtkliniken, um den Menschen dort zu helfen.

Am wohlsten fühlt sich Gruhne nach eigenen Angaben, wenn das Haus voller Leben ist. "Wenn die Kinder und Enkel da sind. Das Wort Harmonie spielt für mich eine große Rolle und ich genieße das in vollen Zügen." Fünf Kinder und sechs Enkel gehören zur Familie. Obwohl der Nachwuchs in allen Himmelsrichtungen verstreut wohnt, ließen sie es sich am Wochenende nicht nehmen, dem Dahlener mit seiner Ehefrau einen Besuch abzustatten. Doch auch Einwohner der Stadt nutzten die Gelegenheit, Gruhnes Werke in Augenschein zu nehmen, unter ihnen Margitta Müller. "Hier gibt es in jeder Ecke etwas zu entdecken und es ist sehr gemütlich", staunte die 58-Jährige. Sie sei zur Ausstellung gekommen, weil sie schon einmal seine Werke in einer Schau im Rathaus gesehen habe. "Das waren vor allem Naturbilder", erinnert sich die Dahlenerin, die noch einen weiteren Bezug zum Künstler nennt: "Seine Kinder und Enkel waren bei mir im Kindergarten".

Thomas Reichel, ebenfalls Dahlener, hat die Ankündigung in der OAZ gelesen. "Wir sind hier und suchen für einen Freund noch ein Geschenk. Die Ausstellung ist sehr interessant", begründet der 28-Jährige seine Stippvisite. Das Angebot, das ihm Willfried Gruhne während des Rundganges macht, möchte er ebenfalls annehmen. "Ich bin seit 1983 Denkmalpfleger und arbeite derzeit auch im Klosterpark Altzella. Wenn ihr Zeit habt, könnt ihr vorbeikommen und ich biete euch eine Sonderführung." Auch in Altzella möchte Gruhne demnächst seine Werke in einer Ausstellung zeigen. In Dahlen soll sie unterdessen zur Tradition werden. "Ich bin zufrieden, dass so viele Besucher kamen. Das nächste Mal wird es eine Weihnachtsausstellung geben", kündigt er an und verweist zugleich darauf, dass Kommerz bei seinem Hobby keine Rolle spiele. "Ich möchte mit den Leuten quatschen und mich mit ihnen über Kunst unterhalten. Ich denke, das fehlt in der heutigen Zeit sehr und deshalb bin ich auch dankbar, dass das von den Dahlenern angenommen wird, auch von denen ich es nicht gedacht hätte."

Heinz Grossnick

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