Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz "Wir dürfen keine Zeit verlieren"
Region Oschatz "Wir dürfen keine Zeit verlieren"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:05 01.05.2014

Leuben war in der vergangenen Woche der Schlusspunkt. OAZ sprach mit dem Oberbürgermeister über seine Eindrücke und die Anregungen aus den insgesamt neun Einwohnerversammlungen.

Frage: Herr Kretschmar, Sie haben jetzt neun Einwohnerversammlungen rund um Oschatz erlebt. Welchen Eindruck nehmen Sie mit?

Andreas Kretschmar: Ich bin froh, dass die Einwohner in den Ortsteilen die Möglichkeit des Informationsaustausches wahr genommen haben. Die letzte Runde in dieser Art habe ich vor vier Jahren gemacht und ich glaube, dass die Zahl der Besucher in diesem Jahr ähnlich hoch wie damals ist.

Was war das Ziel dieser Rundreise?

Ich wollte natürlich hören, welche Probleme es gibt. Aber ich wollte auch selbst drei wichtige Themen platzieren: nämlich die Situation unseres Platschbades, die städtischen Finanzen und die neue Förderung im ländlichen Raum.

Wo drückt bei den Einwohnern der Ortsteile der Schuh?

Unterm Strich sind es ganz viele kleine Dinge, die die Leute bewegen. Die großen Themen wie Arbeitsplätze, Autobahnanschluss und so weiter kommen fast nicht mehr vor. Ein wichtiges Anliegen wurde jedoch benannt. Das war die Forderung nach einem weiteren Augenarzt in der Region, das bewegt die Leute. Hier hat die Stadt leider keinen Entscheidungsspielraum oder Mitspracherecht.

Was für Kritik gab es sonst noch?

Ich würde das mal unter der großen Überschrift Ordnung und Sicherheit zusammenfassen. Damit meine ich, dass auf manchen Straßen zu schnell gefahren wird oder die Leute finden, dass zu viel Verkehr auf den entsprechenden Straßen rollt, unordentliche Rabatten oder verwilderte Grundstücke, das waren Themen, die immer wieder vorkamen.

Wie werden die Kritikpunkte aus dem Ortsteilen aufgearbeitet?

Ich habe für mich von jeder Veranstaltung eine Notiz gemacht. Die Themen werden in unserem Hause besprochen und so weit wie möglich abgearbeitet. Manche Dinge, wie beispielsweise der verunkrautete Hochwasserdamm im Bereich Limbach sind sofort bearbeitet worden. Manche Aufgaben können allerdings nur längerfristig erledigt werden. An einem Beispiel kann ich Ihnen deutlich machen, wie unterschiedlich die Interessen sind. Im Norden der Stadt bitten mich die Leute, dafür zu sorgen, dass die Terpitzer Biogasanlage nicht gebaut wird. Die Bewohner des Südraumes hingegen wünschen sich diese Anlage lieber heute als morgen damit der Verkehr nicht mehr durch die Stadt und ihren Ortsteil rollt, sondern vor der Stadt in Terpitz abbiegt. Sie bitten mich ebenso, mich für ihr Anliegen stark zu machen.

Wie wurde das Thema ländliche Förderung aufgenommen?

Ich denke, dass die Menschen in den Ortsteilen meine Botschaft verstanden haben. Es kommt darauf an, jetzt die Projekte zu erarbeiten und abgabereif zu machen, damit wir sofort in die Beantragungsphase gehen können, wenn das Geld da ist. Wir dürfen hier keine Zeit verlieren.

Wie lautet Ihr Fazit aus den neun Versammlungen?

Jeder Ortsteil ist anders, hat andere Sorgen und Probleme. Das müssen wir in unserer Arbeit als Kommunalpolitiker beachten. Ich bin froh, dass ich diese Tour gemacht habe und werde dies zu gegebener Zeit auch wiederholen.

Hagen Rösner

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Aegidienkirche mit der Türmerstube ist am Wochenende von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Besucher erwartet eine schöne Aussicht über die Große Kreisstadt Oschatz und Erzählungen über die Türmerwohnung.

01.05.2014

Die acht besten Handballerinnen und acht besten Handballer der Sachsenbestenermittlung der E-Jugend 2013 trafen sich während der Osterferien zu ihrem zweiten Trainingslager in Oschatz.

01.05.2014

Die Mügelner Schützengesellschaft 1591-1990 war vor Kurzem Ausrichter der Kreismeisterschaften des Sportschützenkreises 9 Torgau/Oschatz. Geschossen wurde in den Disziplinen KK-Gewehr 100 Meter (m), 30 Schuss stehend sowie Ordonnanzgewehr 100 m, jeweils 20 Schuss liegend und stehend.

01.05.2014