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Oschatz "Wir sind die Alterspioniere"
Region Oschatz "Wir sind die Alterspioniere"
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16:25 04.07.2013
Die Sicherung der medizinischen Versorgung auf dem Land und in Kleinstädten ist eine Herausforderung. Quelle: Jan Woitas

Die sind jedoch nicht unlösbar, wie zur Ideenbörse für den ländlichen Raum am Mittwochabend im Forsthaus Dröschkau gezeigt wurde.

"Die Herausforderung für die Zukunft ist es, auch in dünn besiedelten Regionen ein leistungsfähiges Netz von Ärzten und Krankenhäusern zu schaffen und zu erhalten", sagte Staatsminister Frank Kupfer, der zusammen mit seiner Kollegin Christine Clauß (beide CDU) zu der Ideenbörse eingeladen hatte. "Wir sind die deutschen Alterspioniere", betonte Clauß. Weil in Sachsen das Bevölkerungsalter besonders stark ansteige, gelte der Freistaat als Modell für andere Bundesländer. Clauß: "Ich sehe den demografischen Wandel nicht als unüberwindbare Hürde, sondern als Chance."

Wie die medizinische Versorgung auch im ländlichen Raum abgesichert werden kann, stellte Dr. Hans-Joachim Kolb von der "Collm Klinik" Oschatz am Beispiel der Versorgung von Schlaganfallpatienten vor. Nach seinen Angaben erleiden im Kreis Nordsachsen pro Jahr etwa 400 Menschen einen Schlaganfall. Die Hälfte der Betroffenen sei über 70 Jahre alt. Kolb: " Und deren Zahl wird in Zukunft steigen." Mit dem bestehenden Schlaganfallnetzwerk werde das Zusammenspiel von Rettungsdienst und Kliniken optimiert, so der Mediziner. Die "Collm Klinik" arbeite mit den Neurologie-Abteilungen im Wermsdorfer Fachkrankenhaus und der Klinik St. Georg in Leipzig eng zusammen. So könne lebenswichtige Zeit bei der Versorgung der Schlaganfallpatienten gespart werden. Auf Netzwerke setzt auch die Organisation "Ärzte für Sachsen" oder "Alltagsbegleitung für Senioren".

Laut Sozialministerin Clauß gibt es in Sachsen viele Fördermöglichkeiten für Ärzte, die sich auf dem Land niederlassen möchten. Der Erfolg ist jedoch nicht garantiert, wie die Wermsdorfer Fachärztin Dr. Kathrin Auerbach darlegte. Seit fünf Jahren bildet sie in ihrer Praxis Assistenzärzte aus. Die würden zwar die Landbevölkerung als sehr nette Patienten charakterisieren. "Es ist aber schwierig, die Assistenzärzte hier zu halten, wenn sie nicht von hier stammen", so die Wermsdorferin.

© Kommentar

Frank Hörügel

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