Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Wird Tagebau in Kemmlitz nun doch Naturbad?

Freizeit Wird Tagebau in Kemmlitz nun doch Naturbad?

Der Traum für offiziellen Badespaß im gefluteten ehemaligen Tagebau „Frieden“ in Kemmlitz könnte bald wahr werden. Bürger der Region hatten im vergangenen Jahr eine Unterschriftenaktion für den Ausbau und die Freigabe des Gewässers für den Badebetrieb gefordert. Doch bisher sind rechtliche Fragen mit dem Eigentümer, dem Kemmlitzer Kaolinwerk, nicht geklärt.

Glasklares Wasser und eine idyllische Lage bietet das Areal des gefluteten ehemaligen Tagebaus „Frieden“ in Kemmlitz. Doch als Badegewässer ist es noch nicht zugelassen. Das soll sich jedoch ändern, wenn die rechtlichen Rahmenbedingungen mit dem Eigentümer, dem Kaolinwerk Kemmlitz, geklärt werden können.

Quelle: Dirk Hunger

Mügeln/Kemmlitz. Im vergangenen Herbst hatten Bürger der Region eine Unterschriftenaktion gestartet. Sie forderten den Ausbau und die Freigabe des einstigen Kaolintagebaues Frieden, der seit 2004 geflutet wird, zum offiziellen Badesee und übergaben das Ergebnis an Bürgermeister Johannes Ecke. Schon bei der Unterschriftenübergabe machte das Stadtoberhaupt klar, dass sich eine Stadt wie Mügeln nicht zwei Bäder leisten könne und andererseits die bergbaurechtliche Freigabe des entstandenen Gewässers noch nicht erfolgt sei.

Im Zuge der Stadtbadschließung kam das Thema erneut auf und der Bürgermeister sprach in dieser Woche erstmals in der Öffentlichkeit über den neuesten Stand in Sachen Kemmlitzer Badesee.

Johannes Ecke berichtete, dass Vertreter der Stadtverwaltung nach Groitzsch zum Erfahrungsaustausch gefahren seien, wo ein Bad an einem Tagebaurestloch entstanden ist. „Wenn alle rechtlichen Fragen geklärt werden können, wird es in Kemmlitz nur ein Baden auf eigene Gefahr geben. Wir wollen aber, dass es dann geordnet zugeht. Deshalb suchen wir einen Pächter“, so Ecke. Der solle sich nicht nur um die Ordnung und den Müll kümmern, sondern auch die Möglichkeit erhalten, Getränke, Bockwurst und andere Dinge zu verkaufen. „In der Zeit von 10 bis 20 Uhr muss dann einfach jemand da sein, der für das Gelände dann zuständig ist.“ Mit dem Kemmlitzer Sachsenklub sei man schon im Gespräch gewesen, ob ein Mitglied diese Aufgabe übernehmen könnte. Leider ohne Erfolg. Aber die Suche gehe weiter.

Eine endgültige Entscheidung, ob der offizielle Bad-Traum der Unterschriften-Aktivisten in Kemmlitz wahr wird, hängt jedoch maßgeblich vom Kemmlitzer Kaolinwerk ab, erklärte der Bürgermeister. Das gesamte Areal ist Betriebsgelände. Das Kaolinwerk nutzt zudem Wasser aus dem See als Schlämmwasser.

Werkleiter Dr. Thomas Wegner bestätigt dies. Er kennt die gegenwärtigen Bemühungen und nennt weitere Fakten. „Wir arbeiten daran, dass eine vertragliche Regelung zwischen uns und der Stadt zu Stande kommt. Zuvor muss aber die Geschäftsführung der Quarzwerke-Gruppe in Köln-Frechen ihre Zustimmung erteilen.“ Dem Kemmlitzer Werkleiter sind dabei besonders die Klärung aller rechtlichen Belange, Fragen der Ordnung, der Verkehrssicherung und auch die Müllentsorgung wichtig. „Außerdem müssen bei den Gesprächen auch die Angler mit an den Tisch, die das rund neun Hektar große Gewässer gepachtet haben und mit denen wir bisher hervorragend zusammen arbeiten“, erklärt Wegner.

Auch in das Thema des unkontrollierten Parkens ist Bewegung gekommen. Laut Bürgermeister Johannes Ecke werde gemeinsam mit dem Kemmlitzer Holger Schilke nach vertretbaren Lösungen gesucht. Der Gröppendorfer Weg und auch die Straße „Am Zechenhaus“ könnten dafür genutzt werden. Ein beidseitiges Parken an der Straße, die von der S 31 nach Kemmlitz führt, wird aus verkehrsrechtlicher Sicht in diesem Jahr auch aus einem anderen Umstand nicht gewährt werden können. Die S 31 wird zwischen Neusornzig bis nach Kleinpelsen wahrscheinlich ab Mai komplett wegen Bauarbeiten gesperrt werden. Die Umleitung sämtlichen Verkehrs wird über Kemmlitz und Ablaß zur Autobahn erfolgen.

Von Bärbel Schumann

Mügeln/Kemmlitz 51.2298473 12.9941858
Mügeln/Kemmlitz
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oschatz
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Angestupst
    Mikrologo Angestust

    Die aktuelle Förderrunde der Aktion „Angestupst“ von LVZ und Sparkasse Leipzig ist beendet. So haben Sie abgestimmt! mehr

  • LVZ-Fahrradfest
    Logo LVZ-Fahrradfest

    LVZ-Fahrradfest 2016: Sehen Sie hier einen Rückblick mit vielen Fotos von allen Starts, Videos und mehr. mehr

  • 24 Stunden in der Region

    Firmen und Unternehmen in der Region Leipzig stellen sich vor. mehr

  • TAW - Technische Akademie Wuppertal
    TAW  - Technische Akademie Wuppertal

    Ein Werbespecial der LVZ für die Technische Akademie Wuppertal mit Infos zum breitgefächerten Angebot. mehr

  • Zoo Leipzig
    Zoo Leipzig

    Infos und Events aus dem Zoo Leipzig sowie zahlreiche Bilder aller Vierbeiner und der geflügelten Zoobewohner. mehr

  • Asisi - Welt der Panoramen
    Panometer Leipzig: Alle Infos zum "Great Barrier Reef" und den weiteren Panoramaprojekten von Yadegar Asisi

    Erfahren Sie im Special von LVZ.de alles zum Great Barrier Reef im Panometer Leipzig und den asisi-Panoramen in Dresden. mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die LVZ in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten LVZ das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr

  • Onlineabo

    "LVZ-Online Extra" heißt das Online-Premiumangebot der Leipziger Volkszeitung, das Sie überall auf der Welt und rund um die Uhr nutzen kö... mehr