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Oschatz Wo wird 2017 rund um Oschatz wie viel investiert?
Region Oschatz Wo wird 2017 rund um Oschatz wie viel investiert?
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09:10 13.03.2017
Ein Großteil der Fördermittel für Oschatz wird den Neubau des Horts „Grashüpfer“ sowie die benachbarte Robert-Härtwig-Oberschule investiert. Quelle: Foto: Christian Neffe
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Oschatz

Damit Städte und Gemeinden nicht allein auf den Kosten für Neubauten und Sanierungsmaßnahmen sitzen bleiben, können sie sich jährlich um Finanzmittel aus den einzelnen Programmen der Städtebauförderung von Bund und Ländern bewerben. So sollen Stadt- und Ortsteilzentren modernisiert und gestärkt, der Denkmalschutz gewährleistet oder soziale Missstände behoben werden. Auch in der Region Oschatz greifen Städte und Gemeinden auf Mittel aus der Städtebauförderung zurück. Ein Überblick.

Oschatz

Oschatz greift schon seit 1991 auf die Finanzhilfen der Städtebauförderung zurück. Seitdem wurde im Rahmen der Programme „Städtebaulicher Denkmalschutz“ und „Stadtsanierung“ vor allem die Innenstadt saniert. Im Dezember 2015 fand dies mit der Fertigstellung der Straße Am Mühlgraben seinen vorläufigen Abschluss. Nichtsdestotrotz nimmt die Stadt bis 2020 weiterhin am Programm „Stadtumbau Ost“ teil. Wie Bauamtsleiter Michael Voigt mitteilt, sind folgende Maßnahmen in diesem Zeitraum geplant:

Im Programmteil „Aufwertung“ stehen 3,9 Millionen Euro zur Weiterführung der Baumaßnahmen an der Robert-Härtwig-Oberschule und des Ersatzneubaus des Horts für die Grundschule „Bücherwurm“ zur Verfügung. Des Weiteren werden die Elektroanlage und der Sportplatz der Grundschule „Magister Hering“ instand gesetzt, die Sanierung privater Objekte wird auch unterstützt. Weitere 370 000 Euro wurden für 2017 beantragt.

Im Programmteil „Rückbau von Wohngebäuden“ stehen 620 000 Euro für den Abriss von Wohnhäusern zur Verfügung.

Im Programmteil „Rückführung städtischer Infrastruktur“ sollen mit 494 000 Euro der gegenwärtige Hort der Grundschule „Bücherwurm“ nach dem Umzug in den Neubau abgerissen sowie alte Heizwärme-Umformer in der Stadt entfernt werden. Weiterer Abriss ist geplant.

Wermsdorf

Wie Bürgermeister Matthias Müller mitteilt, hat die Stadt Wermsdorf den Antrag auf Fördermittel aus dem Programm „Kleine Städte und Gemeinden“ zum 2. März diesen Jahres eingereicht. „Nun heißt es warten und hoffen, dass es klappt.“ Eine Entscheidung fällt im Spätsommer. Entwicklungschancen für den Ort sieht der Wermsdorfer Bürgermeister vor allem im touristischen Bereich. Das Bewerbungskonzept sieht eine Sanierung unter anderem der Alten Poststation und des Zentrums vor. Insgesamt acht Millionen Euro wurden dazu bis 2025 beantragt. Auch private Sanierungsmaßnahmen sollen unterstützt werden, eine Modernisierung der Sportplatzanlage ist vorgesehen. Der Bau einer neuen Grundschule wäre ebenfalls denkbar. „Bisher sind wir immer zwischen verschiedenen Fördermaßnahmen herumgehüpft“, berichtet Müller. Das neue Programm würde Planungssicherheit für die kommenden Jahre schaffen.

Mügeln

Mügeln wurde bereits 2013 in das Programm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ aufgenommen. Nun wurde eine Verlängerung bis 2021 beantragt, wie Karin Uhde von der Stadtverwaltung mitteilt. Die Entscheidung darüber fällt erst im August. Innerhalb des laufenden Programms beabsichtigt die Stadt in diesem Jahr etwa 167 000 Euro auszugeben. Damit sollen zum einen private Baumaßnahmen zu 25 Prozent gefördert werden. Zum anderen werden weitere öffentliche Baumaßnahmen vorbereitet, unter anderem denkt man über eine Teilsanierung des Rathauses und der Alten Mädchenschule nach. Beschlossen ist aber noch nichts.

Dahlen

Die Stadt Dahlen beteiligt sich nicht an der Städtebauförderung von Bund und Ländern, dafür aber an einem ähnlichen, wenn auch unabhängigen Programm der Sächsischen Aufbaubank (SAB). „Brücken in die Zukunft“ nennt sich dieses Förderprogramm, in dem Mittel des Bundes und des Freistaates für Infrastrukturinvestitionen und -erhaltungsmaßnahmen verteilt werden. Dahlen hat aus dem Budget des Landes knapp 144 000 Euro beantragt. Diese sollen in Straßen und die öffentlichen Parkplatzflächen um den Markt investiert werden, so Thomas Heinrich von der Stadtverwaltung.

Von Christian Neffe

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