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Wurzener Oberbürgermeister wettert über ihm vorliegende Planung zur Strukturreform der Polizei

Wurzener Oberbürgermeister wettert über ihm vorliegende Planung zur Strukturreform der Polizei

Unmittelbar vor der Entscheidung schlagen die Wellen noch einmal hoch: Es sind Informationen über die zukünftige Polizeistruktur durchgesickert, die jetzt den Wurzener Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) auf die Palme gebracht haben.

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Die Karten, die für Ärger sorgen: In einer mit Variante 8 bezeichneten Version vom 14. April wurde das Gebiet des Polizeipostens Hohburg (oberer schraffierter Bereich) dem Revier Eilenburg zugeordnet, in Variante 9 vom 10. Mai dem Revier Oschatz. Wurzen (unterer schraffierter Bereich) gehörte in Variante 8 zu Oschatz, in Variante 9 wieder zu Grimma.Montage: Silke Mittmann

Muldental/Oschatz. Unmittelbar vor der Entscheidung schlagen die Wellen noch einmal hoch: Es sind Informationen über die zukünftige Polizeistruktur durchgesickert, die jetzt den Wurzener Oberbürgermeister Jörg Röglin (parteilos) auf die Palme gebracht haben. In mehr als deutlichem Ton fordert er von der örtlichen Landtagsabgeordneten Hannelore Dietzschold (CDU), mit allen Mitteln zu verhindern, "dass Wurzen erneut Verlierer einer Strukturreform wird".

 

Der Zuständigkeitsbereich des Wurzener Reviers soll nach den jüngsten Informationen offenbar erheblich verkleinert werden. "Verwunderung meinerseits ist noch eine zurückhaltende Beschreibung dessen, was ich angesichts dieser Vorhaben empfinde", so der Oberbürgermeister in einem Brief an Dietzschold wörtlich. Das Revier Wurzen, im Augenblick zuständig für den Bereich zwischen Borsdorf und Falkenhain, solle in seiner Funktion erheblich beschnitten werden. Es sei geplant, dass Gemeinden des Wurzener Landes künftig von anderen Polizeirevieren, namentlich von Eilenburg und Oschatz geführt würden. Er sehe an dieser Stelle die Bedeutung Wurzens gefährdet.

Im Mai hatte eine Veröffentlichung über Revierplanungen für Furore gesorgt. Seinerzeit ging aus einer mit Variante 8 bezeichneten Karte hervor, dass Wurzen im Range eines Polizeipostens vom Revier Oschatz geführt wird. Der Polizeiposten Hohburg wurde demnach von Eilenburg geleitet. In der Variante 9, die Röglin jetzt in Rage brachte, wurde Wurzen mit der Bezeichnung Standort wieder in die Zuständigkeit von Grimma verschoben, stattdessen ist aber Hohburg dem Revier Oschatz angegliedert worden. Die Hochstufung der Polizei in der benachbarten Großen Kreisstadt wird dabei immer wieder mit dem Landwirtschaftsminister in Verbindung gebracht: Frank Kupfer (CDU) hat seinen Wohnsitz in Oschatz.

Im April hätten Innenminister Markus Ulbig (CDU) und Landespolizeipräsident Bernd Merbitz bei einer Diskussionsveranstaltung in Wurzen in einer "hitzigen Debatte" versichert, dass sich am Polizeirevier Wurzen nichts ändern werde außer eventuell der Name, so Röglin. "Vor dem Hintergrund der nun vorliegenden Planung (Anm.d Red.: Stand 10. Mai) und der damit verbundenen personellen Zuständigkeit scheinen diese Zusagen leider nur der Beruhigung erhitzter Gemüter gedient zu haben", wettert er in seinem Schreiben an Hannelore Dietzschold.

Die Landtagsabgeordnete ging auf Nachfrage nicht auf Details ein. Die Konzeption befinde sich derzeit in der Anhörung, am 22. September werde sich der Innenminister zum Feinkonzept äußern. "Das ist momentan der Sachstand", so Dietzschold. Sie sehe keinen Grund, an den bisherigen Aussagen von Minister und Landespolizeipräsident zur Polizeipräsenz in Wurzen zu zweifeln.

Heinrich Lillie

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