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Oschatz Yorkshire-Terrier Toby im Park Schweta von großem Hund totgebissen
Region Oschatz Yorkshire-Terrier Toby im Park Schweta von großem Hund totgebissen
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14:36 30.05.2017
Dieser süße Yorkshire-Terrier überlebte den Angriff eines großen Hundes nicht. Quelle: Foto: Privat
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Region Oschatz/Schweta

Monika und Hermann Meyer aus dem Mügelner Ortsteil Schweta können es auch Tage danach noch nicht fassen. Ihr geliebter Yorkshire-Terrier Toby ist der Bissattacke eines großen Hundes im Park Schweta zum Opfer gefallen. „Mein Vater nahm seinen Hund an die Leine und verließ sein Grundstück in Richtung Oetzsch. Im selben Moment kam ein Mann mit einem großen Hund aus dem Park. Sein Hund kam unangeleint, weit vor ihm laufend und außer seiner direkten Sichtweite um die Ecke und biss blitzartig auf den kleinen Terrier ein“, informiert Sohn Henry Meyer die OAZ.

Sofort seien seine Eltern und der Besitzer des angreifenden Hundes zum Oschatzer Tierarzt Dr. Bernd Richter gefahren. Doch Tobys Verletzungen waren so schwer, dass der Veterinär den kleinen Terrier nicht retten konnte. Henry Meyer bleibt deshalb nur der Appell an die Vernunft der Tierhalter: „Ich bitte alle Hundebesitzer darum, ihre Hunde in der Öffentlichkeit angeleint auszuführen – auch wenn man seinen Hund noch so gut kennt, er sonst im Wesen gutmütig ist, und auf jeden Befehl reagiert. Auch gutmütige Hunde können einmal unkontrolliert reagieren.“ Der Liebling seiner Eltern habe die Fahrlässigkeit eines Hundebesitzers mit dem Leben bezahlen müssen. „Er wurde gerade mal sieben Jahre alt“, ist Henry Meyer traurig.

Bereits Ende des vergangenen Jahres häuften sich in Mügeln Beschwerden über kläffende Hunde, deren Herrchen ihre Vierbeiner leinenlos durch die Stadt ziehen ließen. Das veranlasste Mügelns Bürgermeister Johannes Ecke (Freie Wählervereinigung Mügeln) zu einem Appell an die Hundehalter. „Wer mit seinem Hund in der Stadt, auf dem Anger, im Park Schweta oder in den Ortsteilen unterwegs ist, sollte sein Tier angeleint lassen.“ Seitdem habe sich die Situation zwar etwas gebessert, sagte der Bürgermeister am Dienstag auf OAZ-Anfrage. Dennoch gebe es immer noch Hundebesitzer, die der Meinung seien: „Meiner tut doch nichts.“

Ecke will den tragischen Vorfall im Park Schweta zum Anlass nehmen, noch einmal im Stadtrat über die Regelungen in der Mügelner Polizeiverordnung zum Umgang mit Hunden zu diskutieren. Über einen Leinenzwang – etwa im Park Schweta oder am Mügelner Anger – müsse „intensiv nachgedacht werden“.

Die Bissattacke im Park Schweta ist nicht die erste in der Region Oschatz, die für Aufregung sorgt. Im Februar 2016 wurde ebenfalls ein kleiner Yorkshire Terrier im O-Schatz Park von einer großen Dogge totgebissen. Die Dogge war weder angeleint, noch trug sie einen Beißkorb. Im Juni wurde auch im O-Schatz Park ein Kleinkind von einem Hund in den rechten Ellenbogen gebissen Einen Monat später verletzte ein Hund einen 30-jährigen Mann ebenfalls im O-Schatz-Park durch Bisse am Arm schwer.

Von frank hörügel

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