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Oschatz Kinderhaus Schönnewitz feiert zehnjähriges Bestehen
Region Oschatz Kinderhaus Schönnewitz feiert zehnjähriges Bestehen
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15:55 08.06.2018
Anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Kinderhauses Schönnewitz wurde der Kidnertag diesmal mit Zauberschau gefeiert. Quelle: Foto: Axel Kaminski
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Schönnewitz

Auf den dritten feierlichen Anlass – die Einweihung des neuen, angebauten Gruppenraumes – muss man noch etwas warten. Die Fertigstellung war zwar ursprünglich für Ende Mai geplant, aber wegen langen Lieferzeiten verzögert sie sich.

Bürgermeister David Schmidt (parteilos) dankte in seiner kurzen Ansprache allen Eltern, die in der Bauzeit für ihre Kinder alternative Betreuungsvarianten gefunden hätten. Zwar habe es eine Ausweichmöglichkeit gegeben, aber diese hätte nicht für alle Kinder gereicht.

Mit 54 Plätzen Kapazität errichtet

Zur Eröffnung vor zehn Jahren hatte das Haus eine Kapazität von 54 Plätzen. Mit dem Anbau werden es 66 sein. „Größer wird es nicht“, versprach der Bürgermeister den Kindern, Mitarbeitern, Eltern und Großeltern. Er wolle nicht, dass in der Gemeinde Einrichtungen mit 100 oder noch mehr Plätzen entstünden. „Wir können noch die Kita in Laas ausbauen“, stellte er eine bereits diskutierte Variante vor. Genüge auch dies wegen der guten Geburtenquote und dem Zuzug nicht mehr, müsse man ganz neu denken – zum Beispiel über einen Neubau.

Für Kinderhaus vor zehn Jahren mehrere Einrichtungen geschlossen

Der Bau des Schönnewitzer Kinderhauses vor zehn Jahren sei angesichts des dramatischen Bevölkerungsrückganges, den die Gemeinde damals erlebt hatte, mutig gewesen. Im Mai 2008 schloss die Kommune mehrere Gruppen und Einrichtungen, die in weit weniger modernen Räumen untergebracht waren. Dass das Kinderhaus einmal so stark ausgelastet und ein Anbau erforderlich sein würde, war damals nicht absehbar.

Bedarfspläne für fünf Jahre im Voraus

„Die Behörden fordern von uns immer Bedarfspläne, mit denen wir fünf Jahre in die Zukunft schauen“, erläuterte David Schmidt. Das sei bei Krippen- und Kindergartenplätzen nicht so einfach, zumal man die Anmeldungen dafür tatsächlich erst nach der Geburt annehme. Den Anruf an die Liebespaare, sich schon beim ersten Kuss registrieren zu lassen, meinte David Schmidt freilich nicht ernst.

Frank Kupfer, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag, fasste sich mit seinem Grußwort kurz, überreichte Kinderhaus-Leiterin Heike Lademann einen Beutel voller Geschenke und wünschte den Gästen in der Turnhalle einen schönen Nachmittag.

Zauberschau begeistert das junge Publikum

Nach Frank Kupfers Auftritt begann auf der kleinen Bühne die „Zauberstunde auf Hogwarts“ von der Firma Kinderpartyspaß aus Makranstädt. Der Zauberlehrer hatte dazu manchen schon gesehenen Trick in Kulisse und Handlung der Harry-Potter-Romane eingebaut. Fast ständig durften dazu Kinder aus dem Publikum assistieren.

Während des Kaffeetrinkens hatte der Zauberlehrer keine Pause. Er modellierte Luftballons nach den Wünschen der Kinder: von Schwertern über Einhörner bis hin zu Elefanten. Zu Zauberschau und Kaffeetrinken waren die Eltern eingeladen, die Kuchen und Torten hatten sie mitgebracht. Obwohl Heike Lademann vergessen hatte, auf die Funktion des Sparschweins am Kuchenbuffet hinzuweisen, war dies am Ende der Veranstaltung „sehr, sehr gut“ gefüllt.

Die Leiterin des Kinderhauses konnte sich nicht die gesamte Zauberschau ansehen. Gemeinsam mit dem Bürgermeister und dem Gast aus dem Landtag besichtigte sie währenddessen die bereits erwähnte Baustelle. Heike Lademann rechnet damit, dass die Bauabnahme in knapp zwei Wochen erfolgen kann.

Von Axel Kaminski

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