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Zauberhafte Idee von Silvio Fischer: Künstler treffen sich am Stammtisch

Zauberhafte Idee von Silvio Fischer: Künstler treffen sich am Stammtisch

Die Zahl derer, die in Oschatz künstlerische und kulturelle Angebote offerieren, ist groß. Seit der Auflösung des Oschatzer Kunstvereins fehlt ihnen jedoch eine Plattform.

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Brigitte Bussenius stellt ihre Bilder derzeit in der Oschatzer Collm-Klinik aus.

Quelle: Dirk Hunger

Oschatz. Von christian kunze

 

Die boten bisher Kunstvereins-Vorsitzender Wolfgang Thibault und sein Team - unter anderem in der jährlichen Kunstwoche. Doch das ist Geschichte. Der Oschatzer Zauberer Silvio Fischer möchte nun die Aktivitäten in diesem Bereich bündeln - und einen Kulturstammtisch ins Leben gerufen. "Viele klagen, es sei nichts los. Der Eindruck entsteht, weil jeder sein Süppchen kocht und damit ein kleines Stammpublikum anspricht. Da muss doch noch mehr möglich sein", sagt er.

 

Der Zauberer sieht in einem Stammtisch nicht nur die Möglichkeit gemeinsamer Veranstaltungen. Jeder könne auch über den Tellerrand schauen und aus dem Metier eines anderen etwas lernen, regt er an. Dafür bedürfe es nicht der Gründung eines neuen Vereins.

 

Auf offene Ohren stößt Fischer beim Schmorkauer Wolfgang Thibault. Der Inhaber der Töpferei stand viele Jahre an der Spitze des kürzlich aufgelösten Kunstvereins. "Wir sind nicht auseinander gegangen, ein Teil der Mitglieder trifft sich immer noch lose." Einen kulturell-künstlerischen Treffpunkt begrüße er allein deshalb.

 

"Ein Kulturstammtisch? Wann und wo findet der statt?", fragt Grit Jähn vom Vogtshaus-Verein. Die Steuerberaterin möchte Nägel mit Köpfen machen, betont aber, dass die Veranstaltungsreihe "Geschichte atmen" im Oschatzer Vogtshaus gut besucht ist und auch die Organisatoren voll einspannt. Ein Engagement innerhalb eines Stammtisches sei für sie jedoch nicht grundsätzlich ausgeschlossen. "Wir bringen gerne Ideen mit ein."

 

Unweit des Vogtshauses möchte Mirko Theodor in der Nonnengasse demnächst ein Atelier für Oschatz eröffnen (wir berichteten). Seine Entscheidung, dieses auch für andere Künstler zu öffnen, trägt der Idee eines künstlerisch-kulturellen Austausches in Oschatz Rechnung. Sich mit anderen "an einen Tisch zu setzen", sei ein Schritt, die Kultur voranzubringen. Der Maler ist dafür, dass dann weniger gestritten und mehr konstruktiv diskutiert wird. "Das zu erreichen, ist allerdings nicht nur in Oschatz schwierig", meint er.

 

Der Oschatzer Bildhauer Joachim Zehme hat in seiner Stadt über sein Metier hinaus bereits zahlreiche Akzente gesetzt. Für einen Kulturstammtisch ist er ohne weiteres zu begeistern. Den Hut aufhaben möchte er dabei allerdings nicht. Zehme weist darauf hin, den Kunst- und Kulturbegriff möglichst weit zu fassen. "Oschatz hat viele Schätze", sagt er, "wir täten gut daran, sie alle in einer Kammer zu vereinen." Dass sich Akteure der Stadt zusammentun ist für Joachim Zehme logisch. "Die Vereinsstrukturen werden immer schwächer, überall fehlt der Nachwuchs. Das können die Kaninchenzüchter, die Sportler und die Heimatfreunde bestätigen." Mit einem innerstädtischen Netzwerk könne man dem entgegensteuern.

 

Viele Künstler unter einem Dach vereint derzeit der Torgauer Kunst- und Kulturverein auf den Fluren der Oschatzer Collm-Klinik. Die 35. Ausstellung bietet Malerei und Fotografie mehrerer Generationen. Schülerarbeiten der Fünftklässler der Oberschule "Robert Härtwig" sind dort derzeit ebenso zu sehen wie Bilder Gisela Mühlsteffs, die in diesem Jahr ihren 85. Geburtstag feiert. Hier zeigt sich, wie Zusammenarbeit funktioniert. © Kommentar

 

Wer sich für die Mitarbeit bei einem Oschatzer Kulturstammtisch interessiert, meldet sich bei Silvio Fischer, Telefon: 03435/97 95 34, Mobil: 0152/06 51 49 45

Christian Kunze

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