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Oschatz Zirkus Probst begeistert in Oschatz
Region Oschatz Zirkus Probst begeistert in Oschatz
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16:43 21.04.2013

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Als die Musik im Chapiteau einsetzte, konnte man die Aufregung bei Groß und Klein beinahe fassen. Strahlende Kinderaugen richteten sich auf die Manege und waren gespannt, wer oder was sich hinter dem schimmernden, roten Vorhang verbarg.

Zirkus Probst erweckt seit 68 Jahren Kinderträume zum Leben und lässt auch die Herzen Erwachsener höher schlagen. Das Gastspiel in Oschatz am vergangenen Wochenende war ein voller Erfolg.

Für jeden war etwas dabei. Die kubanischen Artisten schwangen ihre Hüften zu feurigen Rhythmen der ukrainischen Band, die - mittlerweile fast eine Seltenheit in der Zirkuswelt - live zu den Auftritten spielte.

Die Zuschauer überschlugen sich mit Applaus, als der Sprung aus der russischen Schaukel in einem dreifachen Salto gipfelte und der junge Kubaner der Truppe "Havanna" elegant auf dem Hochsitz landete. Wie gefährlich und anspruchsvoll die Nummer war, zeigten die entspannten Gesichter der Akrobaten, als alles reibungslos klappte.

Fast lautlos dagegen beobachteten die Zirkusfreunde die Raubtiernummer. Sieben sibirische Tiger schlichen nacheinander in die Manege. Da war so manch einer froh über die hohen Käfigwände, die das Rund vom Zuschauerraum trennten. Respektvoll brachte Rüdiger Probst, der am Sonnabend seinen Geburtstag in Oschatz feiern durfte, die Großkatzen dazu, ihm zu gehorchen und sogar der Sprung durch den Reifen klappte perfekt.

Der eigentliche Star der Vorstellungen aber war Clown Pom-Pom, der immer wieder zwischen den Zuschauern auftauchte. "Ich war nie auf einer Clownsschule, das liegt mir irgendwie im Blut", erklärte er im Voraus seine Gabe, die Leute zum Lachen zu bringen. Egal, ob auf seinem wirklich winzigen Minirad, oder beim Flirten mit Damen im Publikum - die Menge bog sich vor Lachen, sobald der Scheinwerfer den Ungarn mit der windschiefen Frisur ins Licht tauchte. Sympathisch, dass er die zunächst arglosen Besucher zwar energisch in seine Nummern einbaute, dabei aber niemanden vorführte, sondern herzlich in den Mittelpunkt rückte. Zum Schreien komisch war dabei etwa die Hausfrauen-Nummer, in der Pom-Pom mit drei Männern den Queen-Klassiker "I want to break free" rockte - Lockenwickler-Perücken und Staubsauger inklusive.

Das preisgekrönte Familienunternehmen stellte auf den Döllnitzwiesen einmal mehr seine Vielseitigkeit unter Beweis: Nur wegen einer Nummer kam hier kaum einer in die Manege, die meisten Familienmitglieder sind Multitalente. So wie Alexandra Probst, die die elegante Pferdedressur ebenso kann wie den durchaus selbstironischen Auftritt als Rapperin mit vorwitzigen Ziegen. "Bei all dem ist sie noch wunderschön anzuschauen", schwärmte Gina Lange. Die junge Mutter war mit ihrer Familie aus Döbeln nach Oschatz gekommen. Wie oft sie den Zirkus Probst mittlerweile erlebt hat, könne sie gar nicht mehr zählen. "Wir sind echte Zirkusfans und schauen uns auch andere Vorstellungen an, aber dieses Unternehmen erreicht schon ein besonderes Niveau", sagte sie.

Janett Petermann/Jana Brechlin

Janett Petermann/Jana Brechlin

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