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Oschatz Zuchthengst Eclair aus Glossen auf dem Sprung zum Bundeschampion
Region Oschatz Zuchthengst Eclair aus Glossen auf dem Sprung zum Bundeschampion
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06:00 21.12.2016
Das Körurteil bekam der Hengst Eclair bei den Moritzburger Hengsttagen. Dessen Besitzer Karl Lenk aus Glossen ist darüber glücklich und erhielt damit die Freigabe, das Pferd in der Zucht einzusetzen.
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Glossen

Karl Lenk aus Glossen ist bereits seit 35 Jahren begeisterter Pferdezüchter und konnte für seine Tiere beachtliche Auszeichnungen in Empfang nehmen. 2008 errang sein Wallach Desperado OLD einen Weltmeistertitel, 2010 wurde seine drei Jahre alte Stute Zamira – ein Schweres Warmblut – als Elite-Stute ausgezeichnet. Jetzt bekam sein zweieinhalb Jahre alter Hengst Eclair bei den Moritzburger Hengsttagen das Körurteil. Eine Körung dient zur Auswahl von für die Zucht bestimmter Rassen geeigneten Pferde. „Damit hat mein Hengst die Freigabe bekommen, in der Zucht eingesetzt zu werden“, erklärt der 69-Jährige und ist darüber sichtlich stolz. Dass die Hürden dabei ziemlich hoch gelegt werden, verdeutlicht Lenk anhand der Ergebnisse: „Von 18 vorgestellten Hengsten sind nur fünf gekört worden.“

Eclairs Mutter wurde 2010 Miss Sachsen

Sechs Zuchtstuten und zwei Hengstfohlen nennt er sein Eigen. Dass ihm mit Eclair die Körung gelang, verdankt er auch seinem durchgezüchteten Mutterstamm, von dem das Fohlen stammt. Denn Zamira, die 2010 auch Miss Sachsen wurde, ist die Mutter von Eclair. Das vergrößere die Chancen für hervorragenden Nachwuchs. „Glück gehört natürlich auch dazu“, weiß Lenk. Bei den Moritzburger Hengsttagen präsentierte sich der Körjahrgang einem internationalen Publikum aus Züchtern, Fachleuten und erfolgreichen Fahrsportlern. Interessierte Käufer gebe es aus aller Welt, zum Beispiel aus Frankreich, Dänemark, Polen, der tschechischen Republik und der Ukraine. Für Lenks Hengst Eclair laufen bereits Verkaufsverhandlungen. „Viel lieber ist es mir natürlich, wenn das Pferd in Deutschland bleibt, damit ich es wieder mal sehen kann“, hofft der Glossener. Und er möchte nicht an „irgendjemand“ verkaufen, sondern das Pferd nur abgeben, wenn es der Käufer weiterhin fördert. „Im nächsten Jahr steht die Leistungsprüfung an. Dabei handelt es sich um einen 50-Tagestest.

Lebenslange Zulassung zur Zucht

Nach positiv bestandener Prüfung beziehungsweise Qualifikation für das Bundeschampionat des Fahrpferdes Schweres Warmblut und der Finalteilnahme erfolgt die lebenslange Zulassung zur Zucht. Lenk blickt optimistisch in die Zukunft und sagt: „Wir sind führendes Land des Schweren Warmblutes und darauf stolz, dass Thüringen und Sachsen diese Rasse in den vergangenen Jahrzehnten gezüchtet haben.“ Schwere Warmblüter eignen sich gut für den Fahrsport und als Reitpferde. Für die Züchtung benötige man einen gewissen Spürsinn. Eclair war zum Beispiel bereits Championatsfohlen und Lenk habe gemerkt, dass sich das Pferd stets gut weiter entwickelte. Damit habe für ihn bereits festgestanden, den Hengst auf alle Fälle weiter zu fördern. Der Glossener spricht von positiven Eigenschaften, die sein Schützling habe. „Er ist im Umgang sehr ehrlich, seine Gesamterscheinung beeindruckt genauso wie seine Bewegungsdynamik der Grundgangarten Schritt, Trab und Galopp. „Ich schätze, dass er seine Sache gut macht und Bundeschampionat wird. Das will ich begleiten. Das ist mir das Tier einfach wert.“

Große Erfolge als Reitpferdezüchter

„Ich persönlich habe bereits über Jahrzehnte Kontakte zu Herrn Lenk und wir sprechen uns über viele Dinge in der Zuchtphilosophie ab. Er hat auch große Erfolge als Reitpferdezüchter“, spart Wolf Lahr aus dem Dorf Schöna in der Gemeinde Cavertitz, nicht mit Lob. Er ist Vorsitzender des Pferdezuchtverbandes Sachsen-Thüringen. Der hiesige Pferdezuchtverband besitzt laut Lahr das Ursprungszuchtbuch für die Rasse Schweres Warmblut und bestimmt damit europa- und weltweit die Zuchtnormen für diese Rasse.

Von Heinz Großnick

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