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Zukunftspreis für Erfinder der Oschatzer Glasfaser-Brücke

Wissenschaft Zukunftspreis für Erfinder der Oschatzer Glasfaser-Brücke

Ein Team von Wissenschaftlern der Technischen Universität Dresden ist am Mittwochabend durch den Bundespräsidenten Joachim Gauck mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichnet worden. Die Forscher haben die Glasfaser-Brücke erfunden, die sich in Oschatz über die Döllnitz spannt.

Die glasfaserbewehrte Brücke für die Döllnitzüberquerung in Oschatz wird angeliefert.

Quelle: Axel Kaminski

oschatz/berlin. Die glasfaserbewehrte Brücke über die Döllnitz am Oschatzer Stadtpark hat am Mittwochabend einen Sprung im Bekanntheitsgrad gemacht. Ein Team von Wissenschaftlern der Technischen Universität Dresden hat den Deutschen Zukunftspreis 2016 gewonnen, den Bundespräsident Joachim Gauck am Abend in Berlin vergeben hat. Der Preis ist mit 250 000 Euro dotiert. Das Projekt „Carbonbeton – sparsam, schonend, schön“ wurde von der Leopoldina – Nationale Akademie der Wissenschaften eingereicht. Für den Zukunftspreis waren drei Kandidaten-Teams nominiert.

Und was hat das Ganze mit Oschatz zu tun? Die Professoren Manfred Curbach, Chokri Cherif und Peter Offermann waren in Zusammenarbeit mit dem Betonwerk Oschatz maßgeblich an der Entwicklung der glasfaserbewehrten Brücke beteiligt, die im Frühjahr 2005 über der Döllnitz montiert worden war und seither Fußgängern als sicherer Überweg dient. Die Brücke hat eine Spannweite von acht Metern und wiegt nur fünf Tonnen. In herkömmlicher Bauweise aus Stahlbeton würde die Döllnitzbrücke 25 Tonnen wiegen. Seit der Premiere für die Oschatzer Brücke wurde weiter geforscht. Das Glasfasergewebe wird mittlerweile durch Carbon ersetzt. Dieser Werkstoff ist noch fester als Stahl. Vorteile der innovativen Verbindung von Carbon und Beton im Vergleich zum herkömmlichen Stahlbeton sind das leichtere Gewicht und die längere Haltbarkeit. Denn die Carbonfasern rosten im Gegensatz zum Stahl nicht. Außerdem eröffnet die flexible Formbarkeit der Fasern den Architekten die Möglichkeit, filigrane Bauwerke zu gestalten. Mit Carbon-Beton kann nicht nur neu gebaut werden, auch baulich bedrohte Häuser, Brücken oder Masten können mit diesem Werkstoff saniert werden. In Deutschland werden rund vier Millionen Tonnen Stahl zum Bewehren von Beton genutzt. Ziel ist es, in den nächsten zehn Jahren20 Prozent des Stahls durch Carbon zu ersetzen.

Die anderen beiden Nominierten für den Deutschen Zukunftspreis waren ein Team der Gebrüder Heller Maschinenfabrik in Nürtingen, das zu einem reibungslosen Antrieb in Elektromotoren für Autos forscht und zwei Münchner Wissenschaftler, die sich mit Laserlicht im Auto beschäftigen.

Von frank hörügel

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