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Zum 25. Mal: Zeuckritzer organisieren für Zeuckritzer ein Fest

Johannisfest Zum 25. Mal: Zeuckritzer organisieren für Zeuckritzer ein Fest

Mit dem Johannisfeuer auf dem Sportplatz fing einst alles an. Dann wurde es immer größer. Und jetzt gab es das Fest schon zum 25. Mal. Und Wehrleiter Andreas Jentzsch gehört seit Jahren zu den Hauptorganisatoren.

Ein Höhepunkt des 25. Johannisfestes in Zeuckritz war der Auftritt der Kinder aus den Kitas in Cavertitz und Lampertswalde.

Quelle: Bärbel Schumann

Zeuckritz. Das Gewimmel ist an diesem Nachmittag groß auf dem Dorfplatz. Hunderte sind gekommen, um das 25. Johannisfest in Zeuckritz mitzuerleben. Ein Fest, dass seit 25 Jahren von Zeuckritzern für Zeuckritzer organisiert wird. Initiiert damals wie heute von der Freiwilligen Feuerwehr des Ortes.

„Angefangen hat alles bescheiden mit dem Johannisfeuer auf dem Sportplatz. Von Jahr zu Jahr sei das Fest, vor allem nach dem Umzug auf den Dorfplatz, gewachsen“, erinnert sich Wehrleiter Andreas Jentzsch.

Kita-Kinder sind die ersten Stars des Nachmittags

Damals wie heute zieht er die Fäden bei der Organisation. Zum Weitererzählen kommt er vorerst nicht. Im rappe vollen Festzelt will er die ersten Stars des Nachmittags auf der Bühne ankündigen. Es sind die Mädchen und Jungen aus den Kindertagesstätten in Cavertitz und Lampertswalde mit ihren Erzieherinnen. Eltern, Großeltern und andere Gäste haben auf diesen Moment gewartet. Die fünfjährige Lina trägt deshalb heute extra ein Hexenkostüm. Und als kleiner Marienkäfer will die sechsjährige Friedericke die Zuschauer begeistern. Kurz vor Ende des Programms singen und spielen die Kinder die Geschichte der Raupe Nimmersatt, was sie erlebt bis aus ihr ein wunderschöner Schmetterling wird. Zum Mitmachen ansteckend dann das Schlusslied der Kinder. Als Lohn für ihren Auftritt gibt es kleine Überraschungen von den Feuerwehrleuten.

Feuerwehrleute sind erfinderisch

„Ja, zum Wachsen gehört auch, dass seit einigen Jahren die Kita-Kinder ein Programme zeigen“, erzählt Jentzsch weiter. Und das Wachsen sei auch nur möglich geworden, weil die Familienmitglieder der Feuerwehrleute mitziehen. „Wir haben aber auch viele Helfer aus dem Ort, zuverlässige Sponsoren.“ Nicht immer gelinge alles, spiele das Wetter mit. Und auch von Jahr zu Jahr müsse bei zum Teil gestiegenen Kosten entschieden werden, was überhaupt machbar ist. Große Stars seien nicht drin. Dass die Feuerwehrleute dabei zum Teil sehr erfinderisch und hartnäckig sein können, beweist eine kleine Episode aus den 25 Jahren, die für sich spricht. So erzählt Andreas Jentzsch, dass es zwei Jahre ausdauernden Kampf mit der Treuhand gekostet habe, um einen Bungalow im ehemaligen Ferienlager des BMK Süd abbauen zu dürfen. Als sie schließlich durften, geschah es in Eigenregie. Heute steht der Bungalow am Rande des Dorfplatzes aufgebaut und hergerichtet, wird zum Fest Versorgungsstützung und Küche. Ansonsten dient es den Feuerwehrleuten als Lager für die inzwischen gewachsene Dorffestausrüstung. Und so ganz nebenbei ist zu erfahren, dass ein Teil des Dorfplatzes den Jentzschens gehört. So erklären sich auch zum Festnutzen verlegte Wasserschläuche, das Festnetztelefon der Familie in Reichweite für Notfälle, denn in dem Heidedorf ist das mit dem mobilen Telefonieren so eine schwierige Sache.

Kameraden werden zu Models

Immer wieder betont Andreas Jentzsch jedoch, dass das Johannisfest ein Gemeinschaftswerk sei. Da die Zahl der aktiven Feuerwehrleute in den vergangenen Jahren rückläufig war, sei er froh, dass viele Zeuckritzer das Dorffest aktiv mitgestalten. Und so werden auch zur nachmittäglichen Schau des Dahlener Modehauses Horn die Feuerwehrmänner und -frauen sowie einige Dorfbewohner zu Models, die die aktuellen Kollektionen für den Herbst und Spätsommer präsentieren. Mancher, wie die Frau des Feuerwehrchefs zeigt dabei scheinbar verborgen gebliebene Talente.

25 Jahre Johannisfeuer – wie sieht die Zukunft aus? „Es geht auf alle Fälle weiter“, meint Andreas Jentzsch.

Von Bärbel Schumann

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