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Oschatz Zum Erntestart Sorge um den Preis
Region Oschatz Zum Erntestart Sorge um den Preis
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17:04 03.07.2014

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Es sei ein zeitiger Beginn, aber nicht unbedingt für unsere Region, da der Zeitpunkt des Erntestarts sich in den vergangenen Jahren immer weiter nach vorn verschoben habe. 2013 jedoch sei ein Ausnahmejahr gewesen, als zehn Tage später gestartet wurde.

Bei der Wintergerste liegen die ersten Ergebnisse vor: Der Ertrag sei gut. Der Mai-Regen und das warme Frühjahr waren für die Gerste optimal. Negative Auswirkungen werden dagegen durch die Pfingsthitze und den Regenmangel im Juni bei Winterweizen und Raps erwartet. "Insgesamt kann noch keine Einschätzung gegeben werden. Was die anderen Getreidearten angeht, ist es zu früh, um auch Angaben zu Ertrag und Qualität zu machen", erklärt Fetzer.

Für Sorgenfalten sorgen allerdings die gegenwärtigen Preise für das Getreide. Weltweit soll es hohe Ernteerträge geben. Das treibt die Einkaufspreise des Handels dafür in den Keller. "Obwohl wir 2013 schon sehr niedrige Preise hatten, fielen sie abermals. Als Beispiel möchte ich den Raps nennen, der im Vergleich zu 2013 abermals um 20 Prozent gefallen ist", erklärt der Landwirt.

Nun hoffen er und seine Berufskollegen auf gute Erträge, um dies etwas abfangen zu können. "Aber mehr ernten hat irgendwann Grenzen", fügt er hinzu. Um jedoch gute Qualität zu ernten, muss die Mahd zum richtigen Zeitpunkt erfolgen. Das Zeitfenster dafür sei oft klein. Es ist wetterabhängig, unabhängig vom Arbeitstag und bleibt manchmal nicht folgenlos: kurzzeitiger Lärm, Staub und Verkehrseinschränkungen sind Begleiterscheinungen. Zudem werde in der Ernte auch an den Wochenenden gearbeitet. "Die Bevölkerung hat dafür immer weniger Verständnis, obwohl wir uns bemühen, die unvermeidbaren ,Belästigungen' so gering wie möglich zu halten", berichtet der Landwirt aus Erfahrung und appelliert an die Landbevölkerung - auf mehr Verständnis hoffend.

In Fetzers Agrargenossenschaft Altoschatz-Merkwitz wurde in der vorigen Woche mit der Ernte von Wintergerste begonnen. Allerdings muss diese getrocknet werden. "Jetzt hoffen wir auf die angekündigte Periode mit schönem Wetter, damit es gut vorangeht." In der Genossenschaft sind in diesem Jahr 340 Hektar Wintergerste zu dreschen. Auf 716 Hektar Feld stehe Winterweizen. Insgesamt macht die Mähdruschfläche bei den Altoschatzer-Merkwitzer Landwirten 1500 Hektar aus.

Apropos Ernte: Die Zuckerrüben und Maiskulturen in der Region stehen gut, weisen ordentliche Bestände auf, weiß der stellvertretende Vorsitzende des Döbeln-Oschatzer Regionalbauernverbandes. Das lasse auch bei diesen Früchten auf gute Ernten hoffen.

Bärbel Schumann

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