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Zum Heulen: Wolfsspur für die neue B 169 bei Salbitz

Satirischer Wochenrückblick Zum Heulen: Wolfsspur für die neue B 169 bei Salbitz

Alles lief nach Plan. Nur der Plan war nicht so toll. Was für die Olsenbande gilt, gilt auch für Planungen im Straßenbau. Entlang der B 169 zwischen Seerhausen und Salbitz sollen künftig Fledermausschutzwände quer durch Wohnhäuser führen. Das ist absurd, meinen Sie? Es geht noch verrückter! Denn schließlich sind die Belange weiterer Tierarten zu berücksichtigen.

Fledermäuse, Wölfe und Vögel haben offenbar Vorrang vor den Menschen bei der Planung der Bundesstraße 169 zwischen Seerhausen und Salbitz.

Quelle: Dirk Hunger

Salbitz. Michael Ende, Schöpfer des Romans „Die unendliche Geschichte“, wäre stolz: Die epische Erzählung vom Neubau der B 169 geht weiter. Das besonders umfangreiche Kapitel, der dritte Bauabschnitt zwischen Seerhausen und Salbitz, wird noch länger. Sieben mögliche Streckenverläufe legt das Landesamt für Straßenbau und Verkehr vor.

Die Vorzugsvariante offenbart Details wie Fledermausschutzwände, die quer durch private Grundstücke und Wohnhäuser verlaufen. Das können sich weder Science-Fiction-Autoren noch Märchenerzähler ausdenken, dazu braucht es Experten, die aus wenigstens 50 Kilometer Entfernung über Tatsachen anderswo entscheiden. Noch bunter schreiben es nur Verfasser satirischer Texte in Tageszeitungen – die dürfen übers Ziel hinausschießen. Also los: Wer sagt, dass bloß Fledermäuse Schutz brauchen, wenn Straßen gebaut werden? Schließlich sind in dieser Woche 20 Ziervögel in Reppen verbrannt. Also kriegt die neue B 169 Brandschutzwände, um Vögel und ihr Gelege vor Feuer zu bewahren (in Fachkreisen nennt man diese Bauwerke übrigens „Eier-Wall“). Und da sich der Wolf immer weiter aus den Wäldern wagt, wird entlang der gesamten Trasse die Fahrbahn um eine Spur für durchziehende Raubtiere erweitert. Das ist wirklich zum Heulen, oder?

Ärgernis für Landwirte ist, dass Fahrzeuge, die weniger als 60 Stundenkilometer schnell sind, auf der neuen B 169 nicht fahren dürfen. Neue Planungen sehen deshalb unterirdische Traktoren-Tunnel vor. Einziger Nachteil ist, dass sich der Bau nun noch weiter verzögert – schließlich sind jetzt erneute Boden- und Grundwasseruntersuchungen nötig.

Von Christian Kunze

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