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Zum Saisonausklang in Luppa steht Abbaden auf dem Programm

Freizeit Zum Saisonausklang in Luppa steht Abbaden auf dem Programm

Gefühlt liegt ein trockener Sommer hinter uns. Meinen jedenfalls Landwirte und Kleingärtner. Aber wie beschreiben Freibad-Betreiber in Luppa und Schmannewitz die Saison? Und wann steht das Abbaden auf dem Programm?

Schnell wieder raus: So frostig wie beim Neujahrsbaden in Luppa wird es zum Abbaden am Montag wohl nicht sein.

Quelle: Dirk Hunger

Luppa/Schmannewitz. Die Wärme in den Mittagsstunden kann nicht darüber hinweg täuschen: Der Sommer ist vorbei – und damit geht die Saison in den Freibädern dem Ende entgegen. „Die Luft kühlt sich nachts schon stark ab. Dadurch sinken auch die Wassertemperaturen“, erläutert Holger Kühn, Betreiber des Naturbades Luppa. Er habe zu Wochenbeginn eine Wassertemperatur von 17 Grad Celsius gemessen. Das könnte inzwischen schon wieder ein Grad weniger sein. Der Rekord habe in dieser Saison übrigens bei 25 Grad gelegen.

Keine Rekorde habe er bei den Besucherzahlen registrieren können. Dazu hätte das sonnige Wetter in der ersten Septemberhälfte auf die Sommerferien treffen müssen. In den Ferien sei es allerdings zu wechselhaft gewesen, um dauerhaft große Besucherscharen ins Freibad zu locken. Dennoch: Der Tag mit den meisten Besuchern dieser Saison lag in den Sommerferien. Etwa 1200 Gäste passierten das Kassenhäuschen in Luppa.

Luppaer Badbetreiber mit Gästezuspruch zufrieden

Mit dem Ergebnis der Saison ist Holger Kühn zufrieden. Dass am Kreisverkehr in Dahlen gebaut wurde und das Naturbad damit wochenlang mit dem Auto nicht direkt aus der Heidestadt zu erreichen war, habe die Stimmung nicht vermiesen können. „Wer in Luppa baden gehen will, schafft das auch“, unterstreicht er. Seit er Pächter des Naturbades ist, habe es schließlich jedes Jahr eine Baustelle auf der Straße zwischen Luppa und Dahlen gegeben. Vielleicht würden die Dahlener für ihre Fahrt zum See das Fahrrad bevorzugen. Auf dem Parkplatz am Bad seien Kennzeichen mit TDO und OZ jedenfalls nicht vorherrschend. „Wir haben nach wie vor viele Besucher aus Dresden, der Sächsischen Schweiz, Chemnitz, Zwickau und dem Erzgebirge“, erklärt Kühn. Und aus den Niederlanden. Viele holländische Urlauber würden auf ihrer Fahrt in Luppa Station machen.

Auch wenn die Badesaison hier seit dem 16. September offiziell zu Ende ist – der eine oder andere sonnt sich noch am See oder wagt sich ins täglich kühler werdende Nass. „So lange ich hier noch aufräume und alles winterfest mache, steht dem nichts im Wege“, erläutert der Pächter. Am Montag, gegen Mittag kommen die Stammgäste zum Abbaden. Er hofft, dass auch an diesem Tag der Sanikasten nicht gebraucht wird. „In dieser Saison waren glücklicherweise Pflaster für kleine Schnittwunden die schlimmsten Fälle“, berichtet Holger Kühn. Der Krankenwagen habe nicht vorfahren müssen. Holger Kühn schon fürs kommende Jahr: „Zum Saisonbeginn soll die in diesem Jahr begonnene Erneuerung der Sanitäranlagen endgültig abgeschlossen sein“.

Im Waldbad Schmannewitz endet Saison am 8. Oktober

Im Waldbad Schmannewitz endet die Saison erst am 8. Oktober, eine Woche später als ursprünglich geplant. Bis dahin ist das Bad ab 10 Uhr geöffnet. „Ein paar Badegäste kommen jeden Tag noch“, sagt Harald Kutsche. Auch er ist mit der Saison insgesamt zufrieden, obwohl die Sommerferien „eine Katastrophe“ waren. „Aber ab Mitte August hatten wir ständig ordentliche Gästezahlen. Die meisten Besucher habe er am letzten August-Wochenende begrüßen können: 1250 an einem Tag. Bei der Wassertemperatur seien 26 Grad Celsius als Rekordwert erreicht worden. Wegen der Bauarbeiten und der damit verbundenen Schließung des Mügelner Stadtbades habe der eine oder andere Tagesgast von dort das Waldbad erkundet – oder wiederentdeckt. Das seien aber Einzelfälle geblieben. Wie jedes Jahr sei der Bootsverleih gelaufen – an heißen Tagen sehr gut und kühleren eher verhalten.

Größere Erwartungen hatte Harald Kutsche an die Buslinie, die in den Sommermonaten am Waldbad hält. „Ich dachte, dass vor allem viele Kinder aus Dahlen und der Umgebung den Bus nutzen, um ins Bad zu kommen ohne auf die Eltern angewiesen zu sein“, schildert der Pächter seine Hoffnungen. Meist seien – wenn überhaupt – jedoch Rentner aus dem Bus gestiegen – Kinder eher seltener. Wahrscheinlich müsse sich dieses Angebot erst noch herumsprechen, vermutet Harald Kutsche.

Von Axel Kaminski

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