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Oschatz Zum Wermsdorfer Horstseefischen werden tausende Besucher erwartet
Region Oschatz Zum Wermsdorfer Horstseefischen werden tausende Besucher erwartet
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16:52 14.10.2016
Im vergangenem Jahr wurden rund 30 Tonnen Karpfen in Wermsdorf an Land geholt. In diesem Jahr rechnet Georg Stähler aufgrund des warmen Sommers nur mit 20 Tonnen Karpfen.  Quelle: Foto: Dirk Hunger
Wermsdorf

 Diesen Tag hat Georg Stähler seit Monaten herbei gesehnt – und es hat tatsächlich geklappt. Seit Montag rollt der Verkehr ohne Hindernisse über den Wermsdorfer Horstseedamm, die Baumaßnahmen der Landestalsperrenverwaltung, der Ver- und Entsorger sowie des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr sind abgeschlossen. Die Aufbauarbeiten für das Horstseefischen, das am Freitag beginnt und bis Sonntagnachmittag geht, konnten rechtzeitig beginnen. „Bevor die Arbeiten nicht abgeschlossen waren, konnten wir nicht mit den Vorbereitungen vor Ort beginnen“, sagt der Inhaber und Geschäftsführer der „Teichwirtschaft Wermsdorf und Torgau“.

Abfischen eine Woche später als sonst

Doch Stähler ist optimistisch und sieht es positiv. Aufgrund der Bauarbeiten musste das Abfischen bereits um eine Woche verschoben werden. „Wir haben dies in den Medien und im Internet veröffentlicht und hoffen, dass die Leute auch zum neuen Termin erscheinen. Es gibt viele Besucher, die auch von weit her anreisen, um beim Horstseefischen dabei zu sein“, weiß Georg Stähler. Im Durchschnitt seien immer zwischen 30 000 und 50 000 Besucher zum Fest gekommen. Mit ähnlichen Zahlen rechnet er auch an diesem Wochenende. „Aufgrund der Baumaßnahmen gibt es einige überwindbare Störfaktoren. Der ganze Horstsee ist Baufeld. Wir appellieren daher an die Vernunft der Gäste, dass sie die neue Straße wie einen neu angelegten Weg im Garten ansehen. Die frisch angesäten Flächen sollten natürlich nicht betreten werden. Nach dem Abfischen findet wieder die Rückgabe des Geländes statt. Hier wird festgestellt, ob Schäden verursacht wurden, die wir dann beheben müssen. Im vergangenen Jahr gab es einige Mängel, daher rufen wir jeden Besucher dazu auf, vorsichtig zu sein. Jeder Gast sollte mit ordentlichem Schuhwerk zum Fest kommen.“

Überdachte Sitzflächen für den Fischverzehr

Um auch auf schlechtes Wetter vorbereitet zu sein, wird es überdachte Sitzflächen geben, wo die Gäste Fisch verkosten können. Auch wenn die Zeltfläche ähnlich aufgebaut wird wie in den Vorjahren, werden einige Wagen nicht mehr am gleichen Ort stehen. „Wir hoffen jetzt eine Lösung zu finden, die zukunftsträchtig ist.“

Rund 100 Händler haben ihre Teilnahme am Horstseefischen bereits im vergangenen Jahr zugesichert. „Nun sind die Bedingungen ja etwas anders, aber ich denke, dass wir den Stand vom letzten Jahr beibehalten können. Das Horstseefischen findet für die Händler immer zu einer guten Zeit statt. Die ganzen Sommerfeste sind vorbei und bis zu den Weihnachtsmärkten ist es noch eine Weile hin.“

Gerade am Freitag seien oft viele Kinder da, die mit der Kita einen Ausflug zum Horstsee machen. „Die Kinder können sich auf dem Fest tummeln und ganz nah die Fische beobachten. Über einen Lautsprecher wird alles Wissenswerte über den Fisch und die Fischerei vermittelt.“ Die Süßwasserfische, die beim Fest angeboten werden, sind alle aus Wermsdorf und werden vor Ort frisch zubereitet. Hier spricht der Geschäftsführer von Karpfen, Schleien, Hechten, Welsen, Stören, Forellen, Lachsforellen, Saiblingen und eventuell auch Zandern. „Fische wie zum Beispiel Heilbutt sind natürlich nicht aus Wermsdorf. Diese sind Seefang von Hochseefischern.“ Beim Horstseefischen rechnet Georg Stähler mit rund 20 Tonnen Karpfen. „Wir haben im Sommer einige Verluste durch Algen und Wärme im August erlitten. Das war eine kritische Situation. Ich vermute, wir liegen etwas unter dem Schnitt vom letzten Jahr. Damals holten wir 30 Tonnen Karpfen an Land.“ Ob sich seine Ver­mutung bewahrheitet, wird Stähler erst nach dem Abfischen mit Sicherheit sagen können. ­Das kann sich bis zum 19. Oktober hinziehen.

Buden und Zelte sind bereits aufgebaut

Als der Horstsee für das Fest übergeben wurde, musste erst einmal der Aufbau der Buden, Zelte und Verkaufszelte erfolgen. Die Elektrik, die Sicherheitsmaßnahmen, die behördlichen Abnahmen – das alles und mehr musste in dieser Woche realisiert werden. Aufgrund des Baufeldes wurde hierbei einiges von den Organisatoren abverlangt. „Aber Herausforderungen stärken auch das Team“, so der Geschäftsführer der „Teichwirtschaft Wermsdorf und Torgau“. Ein paar Hundert Leute sind mit am Werkeln. Darunter rund 50 von der Wermsdorfer Teichwirtschaft. Das Abfischen übernimmt ein Team von etwa 15 Männern. „Wir haben auch immer Unterstützung von vielen Freiwilligen. Deren Zahl nimmt weiter zu. Meistens sind es Angler oder Jugendliche, die einfach mal mitmachen wollen“, so Georg Stähler.

Im kommenden Jahr soll der Termin für das Horstseefischen wieder am zweiten Wochenende im Oktober, also am 6. bis 8. Oktober 2017, liegen.

Von Kristin Engel

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