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Zwei Calbitzer wandern für ein Jahr nach Australien aus

Zwei Calbitzer wandern für ein Jahr nach Australien aus

Das ganze Leben in einen 75-Liter-Rucksack zu packen ist gar nicht so einfach. Das mussten auch Marc Henschel (19 Jahre) aus Calbitz und William Paulsen (19) aus Luppa feststellen, als sie ihre Taschen für die anstehende elfmonatige Reise packten.

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Marc Henschel (l.) und William Paulsen sind mittlerweile in Australien angekommen. Ein Jahr lang wollen sie den Kontinent erkunden.

Quelle: Mara Henschel

Die beiden Freunde hegten schon seit der 11. Klasse den Wunsch gemeinsam nach Australien zu gehen. "Es war eher eine Schnapsidee gewesen. Wir wollten uns gern eine Auszeit nach dem Abi gönnen, eh es mit dem Studium weitergeht. Wir dachten uns, Australien ist der perfekte Ort, um Abenteuer zu erleben und viele Erfahrungen für das Leben zu sammeln", so Marc Henschel.

 

In Luppa feierten die beiden Freunde jetzt Abschied von der Heimat. Unter den vielen Gästen waren auch der Schützenverein Malkwitz und der Fußballverein Luppa. Mit einer Rede und drei Salutschüssen wünschten die Schützen den Reisenden viel Glück und eine sichere Tour. "Gefahren gibt es überall", so William Paulsen. "Wenn ich Angst habe, dann kann ich die Reise nicht machen".

 

Ihr Plan, mit Work and Travel das Land zu erkunden, bedeutet, dass man sich die Reise nebenbei mit Arbeiten finanziert. "Um Arbeit sollte man sich auf jeden Fall kümmern, denn sonst wird der Auslandsaufenthalt ziemlich teuer", meinte William Paulsen. Mit Hilfe von Internetseiten hat man jedoch auch gute Möglichkeiten schon von Deutschland aus Jobs zu finden. Wer gewisse Fähigkeiten, wie zum Beispiel Kenntnisse aus der Landwirtschaft, der Kinderbetreuung, im gastronomischen Bereich, im Tourismus oder im Ingenieurswesen mitbringt, hat gute Arbeitschancen. "Erhält man ein Jobangebot, sollte man es nicht ablehnen, denn vielleicht ist es zu dem jetzigem Zeitpunkt das einzige und beste. Auch wenn man mal Erntehelfer für einen Hungerlohn sein muss, ist das immer noch besser, als keine Arbeit zu haben", findet William Paulsen. Wichtige Voraussetzungen bevor man ein solches Abenteuer antreten kann, sind vor allem Grundkenntnisse in der Sprache, man sollte sich auch in einer guten gesundheitlichen Lage befinden, finanziell abgesichert sein und einen Führerschein besitzen.

 

Die Vorbereitungen für den Auslandsaufenthalt begannen bereits ein halbes Jahr vorher. "Man sollte sich aber schon mindestens ein Jahr vor Abreise darüber sicher sein, das Auslandsjahr machen zu wollen", meinte Marc Henschel. In der Regel empfiehlt es sich, das Arbeits- und Touristenvisum in dem halben Jahr zuvor zu beantragen. Macht man dies aber über das Internet, kann man das Visum mit etwas Glück auch innerhalb von 24 Stunden erhalten. So war es zumindest bei Marc Henschel. Auf der Seite der australischen Botschaft kann man schnell und sicher sein Visum beantragen. Nachdem man dies getan hat, überweist man anschließend ungefähr 300 Euro Gebühr. Das Visum ist dann ab Einreisedatum für ein Jahr gültig.

 

Während die beiden ihre Vorbereitungen trafen, stellten sie sich auch die Frage, ob sie mit Hilfe einer Organisation reisen oder doch lieber auf eigene Faust losziehen. Marc Henschel und William Paulsen entdeckten schließlich die Organisation "Praktikawelten". "So ein super Preis-Leistungs-Verhältnis fanden wir nirgends", so Marc Henschel. Die Organisation gibt Unterstützung vor und während der Reise und ist jederzeit erreichbar. Beide Work and Traveler sind sehr zufrieden mit der Arbeit von "Praktikawelten".

 

Während Marc Henschel und William Paulsen erst vorige Woche ihre Reise antraten, konnte Sebastian Beier schon 2010 von Januar bis März die Weiten von Australien genießen. Beier war früher, als die beiden Freunde noch kleine Jungen waren, deren Fußballtrainer. Für Marc Henschel waren seine Berichte prägend und schließlich hatte er sich selbst Australien als Ziel gesucht.

 

Sebastian Beier reiste damals allein als Backpacker durch die Gegend und erledigte ab und zu Minijobs. Für ihn war die Entscheidung nach Australien zu gehen sehr spontan. In erster Linie wollte er Erfahrungen sammeln und mal etwas anderes erleben. "Ich mag einfach die Wildnis", so Beier. Da er damals allein reiste, war für ihn sein Auslandsaufenthalt mehr eine Selbstfindungsreise. "Man merkt halt schnell, wo die eigenen Grenzen liegen und man wird um so vieles selbstständiger und selbstbewusster." Er hat seinen Trip keineswegs bereut. "Die Menschen sind so herzlich dort. Man wird immer mit einem Lächeln empfangen", so der ehemalige Backpacker. Heute vermisst er die Offenheit der Menschen, deren lockere Art und den sarkastischen Humor der Australier. "Man muss sich ein Leben dort so vorstellen: Grillen wir in Deutschland, kommt öfters mal eine Katze vorbei die etwas zu Fressen haben mag. In Australien ist es eine große Echse, die um Nahrung bettelt", erzählte Sebastian Beier lachend. Er reiste viel mit dem Bus oder zu Fuß und lernte Leute kennen, mit denen er dann weiter unterwegs war. "Man ist in Australien nicht verloren. Die Mensch dort warten auf einen und freuen sich auf dich", hat er erfahren. Heute ist der ehemalige Backpacker angehender Zimmerermeister und will auch in Zukunft die Welt bereisen. Wichtig sei, darüber sind sie sich einig: "Man muss die Reise wirklich wollen", so Marc Henschel.

 

www.praktikawelten.de

Mara Henschel

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