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Zwei junge Oschatzer mit DDR-Mopeds bis Dänemark

Zwei junge Oschatzer mit DDR-Mopeds bis Dänemark

Mit dem Simson in die Ferne - diesen Traum hegten Paul Weißbach und Nico Lippert. Am ersten Ferientag brachen die Gymnasiasten auf - ihr Trip führte bis nach Dänemark.

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Paul Weißbach (l.) und Nico Lippert mit ihren Simson-Mopeds auf dem Oschatzer Neumarkt. Hier kamen sie nach 2103 Kilometern wieder an.

Quelle: Sven Bartsch

Oschatz. Jetzt sind sie zurück. Die Idee zum Extrem-Trip auf den robusten, rund 30 Jahre alten DDR-Mopeds kam ihnen vor einem Jahr. "Wir schauten beim Internetportal Youtube Videos an. Eines davon dokumentierte die Reise eines Simson-Fahrers nach Südafrika", erinnert sich Paul Weißbach.

Mit seinem gleichaltrigen Kumpel Nico Lippert, den er schon seit der 6. Klasse kennt, machte sich der 17-Jährige auf den Weg mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 35 Kilometern pro Stunde. Die Tour führte nach Berlin, auf Rügen, ins dänische Padberg und zurück unter anderem über Kiel, Hamburg und Cuxhaven. 2103 Kilometer legten die Oschatzer gemeinsam zurück. Das Vorhaben war von langer Hand geplant. Die Reisekasse, gut gefüllt mit reichlich 900?Euro, erarbeiteten sich die Simson-Fahrer durch die Ferienarbeit im Bauunternehmen von Nico Lipperts Vater.

Unvergessliche Erfahrungen haben die jungen Männer gesammelt. Das war auch ihr Ansinnen, kurz bevor für beide der Abiturstress beginnt. Übernachtet hat das Duo in Zelten oder unter freiem Himmel. Nur drei Tage lang waren sie nicht auf Achse, haben auf Rügen, an der Nordseeküste und in Hamburg pausiert. Unterwegs wurde natürlich viel geschraubt und repariert, die Suche nach Werkzeug konnte mitunter schon zur Tagesaufgabe werden, berichtet Paul Weißbach. An den Tankstellen haben sie immer wieder für Aufsehen gesorgt. Unfälle gab es keine, dafür hin und wieder Pannen. Die letzte Etappe von Wittenberg aus legten sie mit nur einer ihrer Simsons zurück, denn die Maschine von Nico Lippert gab nach dem zweiten Kolbenfresser gänzlich ihren Geist auf. Und kurz vor Genthin ging auf dem Rückweg gar nichts mehr, als die Gymnasiasten sich mit der Entfernung zur nächsten Tankstelle verschätzt hatten und so mit leeren Tanks liegen geblieben waren.

Dass es durchaus noch extremer geht, erfuhren die Jungs in Husum. Dort kamen sie mit einem Dänen ins Gespräch, der auf dem Fahrrad unterwegs war - und sich bis nach Spanien durchschlagen wollte. "Das war für uns natürlich ein starker Ansporn, nach dem Abitur noch einmal auf Reisen zu gehen. Vielleicht schaffen wir es dann bis nach Italien, was unser ursprüngliches Ziel war", sagt Paul Weißbach.

Christian Kunze

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