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Oschatz Zweistromland-Ostelbien will 13 Millionen Euro ausgeben
Region Oschatz Zweistromland-Ostelbien will 13 Millionen Euro ausgeben
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06:00 27.09.2016
Die Mahliser August-Bebel-Straße konnte mit Fördergeldern für den ländlichen Raum gebaut werden. Quelle: Dirk Hunger
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Auf die Förderregion Zweistromland-Ostelbien könnte ein warmer Regen niedergehen: Rund 13 Millionen Euro stehen dem Leader-Gebiet im aktuellen Förderzeitraum zur Verfügung. „Das Geld wollen wir innerhalb von fünf Jahren unter die Leute bringen“, sagt Vereinsvorsitzender Matthias Müller. Zur jüngsten Sitzung des regionalen Entscheidungsgremiums (REG), seien bereits verschiedene Anträge bewertet worden. „Dabei haben vor allem kommunale Projekte eine Rolle gespielt“, informiert Holger Reinboth vom Regionalmanagement. So bekommen die Gemeinden Cavertitz und Wermsdorf für den Ausbau von Straßenbeleuchtung über 60 000 Euro und Naundorf erhält Zuschüsse für die Erneuerung eines Spielplatzes. Auch für Anträge von Privatpersonen für den Rückbau von Gebäuden in den Dörfern gab es grünes Licht vom REG. Von den knapp 15 Millionen Euro, die dem Sächsischen Zweistromland-Ostelbien in den nächsten Jahren zur Verfügung stehen seien bereits anderthalb Millionen Euro an Fördergeldern gebunden. „Bleiben noch gut 13 Millionen Euro, die wir ausgeben können“, so Reinboth, „etwa wenn leere Häuser für Wohn- oder Gewerbezwecke hergerichtet werden soll.“

Zwar gebe es bereits aus der gesamten Region – von Mügeln über Belgern bis Ostelbien, aber auch aus Strehla – Nachfragen, dennoch wolle man die Leute animieren, Anträge auf Fördermittel zu stellen. Unterstützt werden können Projekte in den Dörfern – auch in den Stadtteilen von Oschatz und Torgau – in den Bereichen Siedlungsentwicklung, dezentrale Energie, Versorgung und Mobilität, regionale Wirtschaft und neue Einkommen, Tourismus, regionales Engagement, Gemeinschaft und Zusammenarbeit. Zu allen diesen Säulen startet das Regionalmanagement Zweistromland-Ostelbien noch in diesem Jahr Aufrufe, kündigt Holger Reinboth an. Daraufhin können sich Interessenten zu ihren Plänen beraten lassen. Jeder könne die Beratung in Anspruch nehmen, so Vereinsvorsitzender Matthias Müller. „Die Kommunen helfen auch, so gut sie können, denn wir haben alle ein Interesse an Ansiedlungen in der Region – egal ob es um Häuslebauer geht oder eine neue Arztpraxis.“ Zu beachten sei allerdings, dass die Antragsteller vorher nicht mit ihrer Maßnahme beginnen dürfen und auch Zeit brauchen. Holger Reinboth rät, ein halbes Jahr Vorlauf einzuplanen. „So lange dauert es etwa bis das Projekt gesichtet, im regionalen Entscheidungsgremium bewertet und schließlich beim Landratsamt beantragt werden kann“, erklärt er. Das sei mit einigem Aufwand verbunden, räumt Matthias Müller ein, dafür gebe es am Ende aber bares Geld. „Eine junge Familie mit zwei Kindern, die ein altes Gebäude als Wohnhaus herrichtet, kann dafür die Hälfte ihrer Kosten gefördert bekommen“, unterstreicht er. Investitionen der Kommunen seien sogar bis zu 75 Prozent förderfähig, gewerbliche Maßnahmen zu einem Drittel und für Studien könnten rund 25 Prozent Zuschüsse fließen. „Auch Vereine können Fördergelder für Investitionen beantragen, müssen aber Eigentümer der Immobilien sein“, macht Holger Reinboth auf eine wichtige Voraussetzung aufmerksam.

www.zweistromland-ostelbien.de

Von Jana Brechlin

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