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Oschatz Zweiter Anlauf für Sportplatz am Gymnasium
Region Oschatz Zweiter Anlauf für Sportplatz am Gymnasium
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16:25 28.07.2014
Die Tartanplatten für den Sportplatz sind im Schulpark gelagert. Quelle: Lilly Biedermann

Vor etwa zwei Jahren wurde festgestellt, dass der alte Tartanplatz nicht mehr nutzbar ist. Seitdem hängt ein Schild am roten Absperrband: "Sportplatz betreten verboten". Eine Firma wurde beauftragt, den Schaden zu beheben. Die alten Platten wurden entfernt, neue eingesetzt. Als dann auch noch die Linien aufgesprüht wurden, war für die Schüler klar: Der Sportplatz ist wieder benutzbar! Doch die Platten wurden wieder abgebaut und das rote Absperrband blieb. Was war passiert?

Bei der Endabnahme zeigte sich, dass einige der Platten hohl liegen und der Untergrund ungünstig ist. Neue Fragen tauchten auf. Wie wirkt sich das auf den Sportunterricht aus? Was halten die Lehrer davon? Wie geht es jetzt weiter? Und welche Firma steckt eigentlich dahinter?

Die Stimmung der Lehrer ist gedrückt. Besonders die Sportlehrer können ihren Unterricht nicht mehr effektiv planen und gestalten. Zwar sind die Weitsprunggrube und die Sprintstrecke wieder nutzbar, dennoch ist kein Platz für Ballspiele im Freien. Eine vernünftige Leichtathletikausbildung ist unter diesen Bedingungen nicht möglich. Auch das Stadion an der Merkwitzer Straße ist keine echte Alternative. Der Weg dorthin und wieder zurück verschlingt zu viel Zeit.

Selbst wenn der Sportplatz fertig wird, bleiben aber noch Kritikpunkte. "Tartan ist schlecht für die Gelenke und in den Morgenstunden wegen der Rutschgefahr kaum zu gebrauchen. Ein Hartplatz wäre die bessere Alternative gewesen", so der Sportlehrer Immo Roitzsch.

Schulleiterin Marion Müller bereitet etwas ganz anderes Bauchschmerzen. Mit der Schließung des Sportplatzes gibt es für die Schüler kaum noch spielerische Möglichkeiten der Pausengestaltung. Besonders für die Jüngeren ist das ein Problem. In Grundschulen gibt es häufig Spiel-und Klettergeräte. Die fehlen am Thomas-Mann-Gymnasium. Doch es gibt einen Lichtblick. Vor Kurzem wurde ein neues Klettergerüst fertig gestellt (wir berichteten). Von der Kletterspitze aus hat man auch einen schönen Blick auf die Tartanplatten, die auf Paletten gestapelt sind. Warum arbeitet dort keiner?

Schulträger des Thomas-Mann-Gymnasiums ist der Landkreis Nordsachsen. Der Amtsleiter des Schul- und Liegenschaftsamtes, Uwe Kupfer, kennt die Antwort. Nach seinen Angaben wird derzeit ein Baugrundgutachten erstellt, das aufzeigen soll, wie nun weitergebaut werden kann.

Hätte der ganze Ärger von Anfang an durch die Auswahl einer anderen Firma vermieden werden können? Laut Amtsleiter Kupfer wurde für die Auswahl der Firma ein spezielles Verfahren genutzt. Dabei sei nicht nur auf den Preis geschaut worden, sondern auch auf Referenzen bei ähnlichen Projekten und auf das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Die TMG-Schüler hoffen nun darauf, dass die Bauarbeiten in den Sommerferien abgeschlossen werden und der Sportplatz mit Schulstart wieder nutzbar ist.

Lilly Biedermann

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