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Zwischen Blog und Trickfilm - Dahlens Jugendherberge wird Mediencamp

Zwischen Blog und Trickfilm - Dahlens Jugendherberge wird Mediencamp

Die Sommerferien sind nicht die Hochsaison für Klassenfahrten. Dennoch bevölkern in dieser Woche 50 Schülerinnen und Schüler die Jugendherberge Dahlen. Die 27 Jungs und 23 Mädchen im Alter von zehn bis 16 Jahren kommen jedoch nicht aus einer Schule, sondern aus ganz Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

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Schauspieler, Regisseur und Kameramann: Beim Mediencamp können Schüler in die unterschiedlichsten Rollen des Medienrummels schlüpfen.

Quelle: Dirk Hunger

Die Landesmedienanstalten der drei Bundesländer veranstalten in Dahlen das Mitteldeutsche Mediencamp. "Die Eltern zahlen lediglich für die Unterkunft und die Verpflegung", betont Campleiterin Heidi von Schmidsfeld. Die Medien- und Sozialpädagogen sowie die Kosten für die technische Ausrüstung tragen die Landesmedienanstalten.

 

Nach der Anreise am Sonntag wurden den Kindern und Jugendlichen die verschiedenen Arbeitsgruppen vorgestellt. Sie konnten zwischen Trickfilm und Blog wählen, sich für eine der beiden Video-Gruppen entscheiden oder am Audio-Projekt, in dem eine Radiosendung entsteht, teilnehmen. So unterschiedlich die Formen sind, gleicht sich doch das Ziel. "Wir wollen hier Medienkompetenz stärken, indem wir Projekte anbieten", sagt Heidi von Schmidsfeld. Zur Medienkompetenz gehöre für sie, Informationen kritisch zu hinterfragen, aber auch ein Gefühl für rechtliche Probleme zu entwickeln. So werden sich die Teilnehmer damit auseinandersetzen, welche Fotos man einfach so verwenden darf und ob man seinen Beitrag mit jeder Musik unterlegen darf.

 

Das Mittelsächsische Mediencamp hat ein Motto. "Ich + Du = WIRerless - Mitteldeutschland verbindet uns" ist ein Thema und Wortspiel über drahtlose Gemeinsamkeit und Freundschaft. In den fünf Arbeitsgruppen wurde der Montag deshalb erst einmal dazu genutzt, zu besprechen, wie man sich mit den verschiedenen Mitteln der einzelnen Gruppen diesem Thema nähern kann.

 

Die Blogger haben ihr Domizil im Holzkompetenzzentrum neben der Jugendherberge eingerichtet. Mit Mikrofon und Kamera werden sie als Camp- reporter über den Alltag der Gruppen berichten. Dazu gehörte am ersten Tag ein Besuch der Oschatzer Allgemeinen Zeitung. Das nutzen die jungen Blogger dazu, den Redakteur und den Fotografen zu interviewen. Danach geben sie selber bereitwillig Auskunft. Der Bruder der Freundin von Lottika aus Leipzig war bereits im vorigen Jahr beim Camp dabei. "Was er erzählte, hat mich neugierig gemacht", sagt die Elfjährige. Und so sind in diesem Jahr alle drei mit dabei: Lottika, die beste Freundin und ihr Bruder. Bevor sie sich bewarb, habe sie sich noch im Internet näher über das Camp informiert und sei nun doch überrascht davon, was es hier alles gibt.

 

Linus, ebenfalls Blogger und auch aus Leipzig, war schon beim Mediencamp 2014 dabei - bei den Trickfilmern. "Unsere Gruppe hat damals einen Preis gewonnen", erzählt er. Nicht nur deshalb habe es dem Zwölfjährigen so gut gefallen, dass er noch einmal dabei sein wollte. Es sei aber nicht so, dass sich seine ganze Freizeit im Netz, vor dem Computer oder in anderen elektronischen Medien abspielen würde. "Meine Hobbys sind Breakdance und Schlagzeug spielen", berichtet der Leipziger.

 

Campleiterin Heidi von Schmidsfeld betont: "Hier in Dahlen steht die Arbeit mit den Medien im Mittelpunkt, aber es gibt früh und abends auch andere Aktivitäten." Dazu würden eine Gespensterführung im Schloss Dahlen, Lagerfeuerabend, Bergfest oder Waldrallye gehören. Die Wahl sei auf Dahlen als Austragungsort des Camps gefallen, weil hier genug Platz für die Teilnehmer und für fünf verschiedene Kurse ist.

 

Während die Audiogruppe noch das Campthema diskutiert und sich über dessen Umsetzung den Kopf zerbricht, geht es bei den Trickfilmern schon heftig zur Sache: mit Bleistift, Radiergummi und gemalten Smileys unter einer Kamera. "Wir machen hier erste Improvisationen zum Einstieg, damit sich die Mädchen und Jungen mit der Technik vertraut machen können", sagt Frank Karbstein von der Thüringer Landes- medienanstalt, der diese Gruppe betreut. Eine Geschichte müsse man erst noch finden. Ein wenig wundert er sich selbst, wieso hier die Mädchen dominieren. Meggie Vollandt aus Weimar wollte etwas mit Video machen. Aber in die Gruppe, die täglich eine Folge ihrer Daily Soap fertigstellen muss, mochte sie lieber nicht. Die Stop-Motion-Animation mache ihr jedenfalls sehr viel Spaß. Sie habe über die Schulleitung vom Camp erfahren. "Das klang interessant", sagt die Zwölfjährige.

 

In der Gruppe, die jeden Tag einen kleinen Film liefern muss, arbeitet Frederic Bley mit - vor der Kamera. Als Hausmeister im blauen Kittel soll er beim Laubrechen grimmig gucken und dabei auch lange genug in die Kamera schauen. Nein, so düster zu schauen ist nicht seine Natur, aber das Klischee soll eben bedient werden. Am Abend dürfen die Camp-Teilnehmer entscheiden, wie die Handlung weitergeht und ob der Hausmeister grimmig bleiben muss.

 

Am Sonnabend sind die Eltern aller Teilnehmer nach Dahlen eingeladen, um sich die Ergebnisse des Camps bei der Abschlusspräsentation anzusehen.

Axel Kaminski

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