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Oschatz Kultur bei Sonnenuntergang: “Schätze und Plätze“ plant Veranstaltungsreihe für 2018
Region Oschatz Kultur bei Sonnenuntergang: “Schätze und Plätze“ plant Veranstaltungsreihe für 2018
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00:31 26.02.2018
Das Kulturprogramm im Schlosspark Lampertswalde und auf der Roseninsel hat für 2018 einiges zu bieten. Quelle: Foto: Christian Neffe
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Lampertswalde

Nach der personellen Neubesetzung des Lampertswalder Heimatvereins „Schätze und Plätze“ vor fast genau einem Jahr, haben die Mitglieder Großes für 2018 geplant. Den kulturellen Höhepunkt des Jahresprogramms bildet dabei die Reihe „Dämmerungskultur“, die in Zusammenarbeit mit dem Theatre de Luna organisiert wird.

„Von Mai bis Oktober wird es an jedem dritten Wochenende im Monat eine Freiluftveranstaltung geben“, erzählt der Vereinsvorsitzende Harald Engel, der selbst jahrelang Mitglied des Theater de Luna war. Was auch der Grund dafür ist, dass sich der gebürtige Thüringer und nun in Limbach lebende 64-Jährige für das kulturelle Geschehen in Lampertswalde engagiert.


Jürgen Hartmann-Bastl vom Theatre de Luna fasst das Konzept wie folgt zusammen: Kleinkünstler und Laien aus der Region präsentieren ihr Können in den Bereichen Poesie, Musik und Improvisation im Stile einer offenen Bühne. Der eigentliche Star aber ist die Umgebung: „Der Park wirkt im Oktober ganz anders als im Mai. Lichtstimmung, Witterung, Wetter – es geht darum, die Monate kennen zu lernen und die Veränderungen, die sie mit sich bringen“, so Bastl.

Anzahl der Besucher soll klein gehalten werden

Deshalb soll das Programm trotz inhaltlicher Überschneidungen stets anders wirken. „Das Ganze soll keinen Event-Charakter haben. Wir möchten keine hohen Erwartungen schüren – das sorgt nur für Enttäuschungen – sondern den Besuchern einfach einen schönen Abend bereiten.“ Dafür werden auch noch Künstler gesucht: „Wer beispielsweise ein paar Lieder auf dem Akkordeon oder Gedichte vorführen möchte, ist herzlich willkommen, sich beim Theatre de Luna zu melden.“

Die ersten Termine sind für den 25. und 26. Mai sowie den 22. und 23. Juni angesetzt. „Wir möchten die Besucherzahlen aber relativ gering halten, maximal 100 bis 110 Personen“, erklärt Harald Engel. Eine Philosophie, auf die der Vorsitzende auch bei der Anzahl der Vereinsmitglieder setzt. Höchstens 15 sollten es sein, aktuell sind es elf, von denen sich neun aktiv engagieren.

In dieser Hinsicht sei weniger mehr: „Mir ist es lieber, wir haben wenige Kräfte, auf die man sich verlassen kann, als reihenweise inaktive Leute. Wenn ich jetzt neun Leute wegen eines Arbeitseinsatzes anrufe, dann sind auch neun da.“ Und auch Nachwuchs kann der Verein in Form von zwei Mitgliedern im Alter von 16 und 17 Jahren derzeit verbuchen.

Im Frühjahr: Arbeitseinsatz und Trödelmarkt

Bevor im Frühsommer die Dämmerungskultur beginnt, steht jedoch erst einmal der Frühjahrsputz auf dem Plan. Am 24. März lädt der Verein alle Anwohner zum Arbeitseinsatz im Schlosspark ein, Astscheren und Laubgebläse sind gern gesehen.

Auf dem frisch bereinigten Parkgelände findet einige Wochen später – am 14. April – wie schon im Vorjahr ein Trödelmarkt statt. Im Herbst soll der nächste folgen. Dafür werden noch Händler gesucht, jeder kann sich anmelden. „Wir möchten das zu einer festen Größe für Trödelfreunde machen“, sagt Engel, der als Modelleisenbahnfreund selbst des Öfteren zum Trödelanbieter wird. Und am 1. Juni schließlich wird der Verein für die kulinarische Versorgung beim Kindertagsfest im Schlosspark sorgen.

Zusammenarbeit mit Künstler René Dünki

Flankiert wird das Programm des Vereins durch die Arbeit von René Dünki. Der Künstler, der seit einiger Zeit im Schloss lebt, wird seine Ausstellungen in seinen „Katakomben“, wie Engel sie nennt, auch im Jahre 2018 fortsetzen. „Die Idee ist, dass die Besucher der Veranstaltungen oder des Trödelmarkts dann auch bei Dünki vorbei schauen und seine Werke begutachten können.“

In der Rückschau auf das vergangene Jahr freut sich Engel vor allem über die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Die verlaufe problemlos, wie zuletzt nach Sturm Friederike zu sehen war, der im Schlosspark zwar nur minimale Schäden hinterließ – trotzdem bekam der Verein schnelle Hilfe von der Gemeinde. Der Pachtvertrag für die kommenden fünf Jahre ist seit kurzem ebenfalls beschlossene Sache. „Ich bin optimistisch, dass wir eine feste Größe in Lampertswalde werden. Schließlich wollen wir die Kultur wieder in den Schlosspark zurückbringen.“

Weitere Informationen zum Program unter www.kulturverein.info. Kontaktdaten des Theatre de Luna unter www.theatredeluna.de.

Von Christian Neffe

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