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Polizeiticker 20 Kilo Drogen: Supermarktmitarbeiter in Eilenburg findet den Stoff in Bananenkisten
Region Polizeiticker 20 Kilo Drogen: Supermarktmitarbeiter in Eilenburg findet den Stoff in Bananenkisten
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13:37 29.03.2014
Handelt es sich bei der Substanz in dem Behältnis womöglich um illegale Drogen, wie Anfang Januar in Berlin. (Archivbild) Quelle: dpa
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Leipzig

Die Angestellten des Ladens An der Schondorfer Mark informierten sofort die Polizei und jetzt steht fest: Es handelt sich um Rauschgift.

„Kriminaltechniker haben Vortests durchgeführt, die Wahrscheinlichkeit auf Betäubungsmittel ist sehr hoch“, sagte am Sonnabend Polizeisprecher Uwe Voigt. Eine Bestätigung durch einen Gutachter stehe aber noch aus. Weitere Details wollte Voigt nicht nennen. „Das ist alles Täterwissen“, erklärte er gegenüber LVZ-Online.

Die Beamten versuchen nun den Transportweg nachzuvollziehen. Eine der Hauptfragen die sich die Kriminalisten stellen: War der Stoff tatsächlich für Eilenburg bestimmt oder handelt es sich um eine teure Vertriebspanne der Drogenszene. Sollte es sich nämlich um Kokain handeln, hätten die Angestellten des Supermarktes einen Fund im Wert von 1,4 Millionen Euro gemacht. Ein Gramm werde derzeit für 60 bis 70 Euro gehandelt, bestätigte der Polizeisprecher.

Rauschgift in Bananenkisten zu schmuggeln ist nicht neu. Der Berliner Polizei ging Anfang des Jahres ein ähnlicher Fund ins Netz. Auch dort entdeckte ein Supermarktangestellter die verbotene Ware. Insgesamt 130 Kilo Kokain zog die Polizei damals aus dem Vertrieb.

Die Früchte hatten ihren Weg aus Kolumbien, das Land ist der weltgrößte Produzent von Kokain, nach Europa genommen. Eigentlich sollte die Fracht über Rotterdam nach England verschifft werden. Das bestätigte damals ein Polizeisprecher dem Tagesspiegel.

Dem Bericht zufolge hat die Rekonstruktion ergeben, dass das Containerschiff „Maersk Niteroi“ aus Südamerika kam und unter anderem die besagte Ladung von 1150 Bananenkisten an Bord hatte.

Weil das Wetter auf dem Atlantik zu schlecht war, lief das Schiff verspätet in Rotterdam ein. Der Zwischenhändler wollte die Bananen nicht mehr haben. Die Ladung wurde deshalb statt nach England nach Hamburg gefahren, auf Paletten verladen und an einen Berlin Fruchthof verkauft.

Matthias Roth

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