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Attacke mit Molotowcocktails auf Flüchtlingsheim in Lunzenau

Rechter Terror Attacke mit Molotowcocktails auf Flüchtlingsheim in Lunzenau

Auf das Flüchtlingsheim im mittelsächsischen Lunzenau ist erneut ein Anschlag verübt worden. Unbekannte warfen in der Nacht zum Freitag sogenannte „Molotowcocktails“ auf das Mehrfamilienhaus, in dem 50 Asylbewerber untergebracht werden sollen.

Quelle: LVZ-Archiv

Leipzig/Lunzenau. Auf das künftige Flüchtlingsheim im sächsischen Lunzenau, 60 Kilometer südöstlich von Leipzig, ist in der Nacht zum Freitag ein Brandanschlag verübt worden. Nach Angaben der Polizei schleuderten die bisher unbekannten Täter kurz vor Mitternacht drei so genannte „Molotowcocktails“ auf das Mehrfamilienhaus in der Schillerstraße. Darunter versteht man Flaschen, die mit brennbarer Flüssigkeit gefüllt und angezündet werden. Es gelang allerdings nicht, das Gebäude in Brand zu setzen. Stattdessen fing eine vor dem Haus befindliche Hecke Feuer.

Als die herbeigerufenen Rettungskräfte eintrafen, stand das Gebüsch vollumfänglich in Flammen. Durch die Hitzeentwicklung rissen sechs Glasscheiben an den Thermofenstern, drei Außenjalousien wurden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Zudem entstand durch die Verrußung weiterer Schaden am Flüchtlingsheim, so die Polizei. Personen wurden nicht verletzt, das Gebäude war zum Zeitpunkt der Tat noch unbewohnt.

Bereits in der Nacht zum Mittwoch hatten Unbekannte das Flüchtlingsheim attackiert, drehten in allen Etagen Wasserhähne auf und setzten so den Keller komplett unter Wasser. Die Polizei kündigte daraufhin an, das Gebäude verstärkt überwachen zu wollen. Zudem wurde das auf politisch motivierte Straftaten spezialisierte Operative Abwehrzentrum (OAZ) für die Ermittlungen eingeschaltet. Zeugen, die sachdienliche Hinweise zu dem Täter oder den Tätern geben können, werden gebeten, sich bei der Polizeidirektion Chemnitz unter der Telefonnummer 0371/3873445 zu melden.

Ende September sollen im 4500 Einwohner zählenden Örtchen Lunzenau vorübergehend insgesamt 50 Flüchtlinge untergebracht werden.

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