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Toter Busfahrer steht nach Inferno auf A9 unter Verdacht

Opfer zurück in Sachsen Toter Busfahrer steht nach Inferno auf A9 unter Verdacht

Während die ersten Leichtverletzten des Busunglücks von Münchberg in ihre sächsische Heimat zurückkehren, geht die Ursachensuche weiter. Im Mittelpunkt steht dabei der Busfahrer.

Das Wrack des ausgebrannten Busses.
 

Quelle: dpa

Dresden - .  Bei der Suche nach der Ursache für den verheerenden Busunfall auf der Autobahn 9 konzentrieren sich die Fahnder allein auf den gestorbenen Fahrer als möglicher Verursacher. Gegen andere Menschen werde nicht ermittelt, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Geprüft würden aber auch mögliche technische Fehler.

Die Brandursache ist noch nicht geklärt. Zwei Sachverständige für Verkehrsunfälle und Brände hätten keine Hinweise darauf gefunden, dass der Reisebus schon vor dem Aufprall auf den Sattelzug gebrannt hat. „Vieles spricht dafür, dass bei dem Bus erst aufgrund der Kollision mit dem Anhänger Feuer ausgebrochen ist“, hieß es.

Auf der A9 in Oberfranken ist am 3. Juni ein Reisebus mit einer Gruppe aus Sachsen nach einem Unfall völlig ausgebrannt. Mehr als 30 Menschen wurden verletzt. Fotos: dpa

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Nach dem schweren Busunglück mit 18 Toten auf der A 9 sind die ersten der rund zwei Dutzend Verletzten aus Sachsen aus Krankenhäusern in Oberfranken entlassen worden. Schon am Montag hätten sieben Leichtverletzte die Heimreise angetreten, zumeist mit Hilfe von Angehörigen, teilte das Sozialministerium in Dresden mit. Noch am Dienstag sollten sechs weitere folgen, für die mit dem Deutschen Roten Kreuz (DRK) ein Rücktransport organisiert worden sei.

Bei der Unterrichtung der Angehörigen der Todesopfer wurde die sächsische Polizei von Notfallseelsorgern unterstützt. 15 Mal seien am Montag Helfer der Kriseninterventionsteams tätig geworden, sagte der Koordinator des Einsatzes, Polizeiseelsorger Christian Mendt.

Sie stehe mit den Verletzten in ständigem Kontakt, sagte Sozialministerin Barbara Klepsch (CDU), die schon am Montag nach Bayern gefahren war. „Mir ist wichtig, dass wir hier niemanden allein lassen. Wer Hilfe und Unterstützung benötigt, wird diese bekommen, und zwar unkompliziert.“

Für Mittwoch steht laut Klepsch schon ein weiterer Rücktransport fest. „Wir haben auch das DRK beauftragt, die Heimfahrt zu übernehmen.“ Ehrenamtliche Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams seien ebenfalls dabei. „Sie kümmern sich um die psychologische Betreuung der Verunglückten, helfen aber auch bei ganz kleinen praktischen Dingen.“

Bis auf zwei Schwerstverletzte, die in Spezialkliniken außerhalb Bayerns behandelt werden, waren nach dem Unglück am frühen Montagmorgen alle Opfer auf Kliniken in Oberfranken verteilt worden. Bis auf vier Reisende aus Brandenburg, die den Unfall nach Behördenangaben überlebten, stammten wohl die meisten Businsassen aus Sachsen. Angaben zur genauen Herkunft der Todesopfer machte die Polizei bislang aber nicht.

Trotz der schrecklichen Umstände habe das Zusammenspiel von Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen bei der Unterrichtung der Angehörigen „hervorragend geklappt“, bilanzierte Mendt. „Als wir wussten, wo die Verstorbenen zuhause sind, haben wir die Teams informiert.“ Dies sei vor allem in Ostsachsen geschehen.

Das Vorgehen in solchen Fällen sei bundesweit standardisiert, erläuterte der Polizeiseelsorger. „Das kann man ganz schlicht so beschreiben: Die Polizei überbringt die Nachricht und Notfallseelsorger begleiten die Angehörigen beim Verkraften dieser Nachricht.“ Die Angehörigen würden nicht vorab über den Besuch informiert.

Von LVZ

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