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Polizeiticker Chefin wegen ausstehenden Lohns als Geisel genommen - zweieinhalb Jahre Haft für Täter
Region Polizeiticker Chefin wegen ausstehenden Lohns als Geisel genommen - zweieinhalb Jahre Haft für Täter
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21:14 14.03.2012
Er nahm die Frau seines Chefs und deren beide Kleinkinder kurzzeitig als Geisel - nun muss der Handwerker dafür ins Gefängnis. Als Grund für die Tat gab der Mann an, er habe seinen ausstehenden Lohn eintreiben wollen. Quelle: André Kempner
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Neubrandenburg

„Der Fall ist noch relativ glimpflich ausgegangen“, erklärte Richterin Tanja Krüske in der Urteilsbegründung. Der Straßenbauer hatte gestanden, im September 2011 nach einem Streit mit dem Chef zum Haus der Familie in Neubrandenburg gefahren zu sein, um ausstehenden Lohn von mehreren tausend Euro einzutreiben.

Der Verurteilte hatte sich mit einem Messer bewaffnet ins Haus geschlichen, das auch Sitz der Straßenbaufirma war, und die Frau des Firmenchefs vor den Augen ihrer beiden Kleinkinder bedroht. Nachbarn hatten aber gesehen, wie der Mann einstieg und die Polizei alarmiert. Als die Beamten anrückten, ergab er sich. „Das ist keine klassische Geiselnahme gewesen“, erklärte die Richterin das für solche Fälle vergleichsweise geringe Strafmaß.

Die Staatsanwaltschaft hatte drei Jahre Haft, die Verteidigung zwei Jahre und drei Monate verlangt. Der Verurteilte nahm das Urteil noch im Gericht an.

dpa

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