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Polizeiticker Diebe des Aschenbrödelkleids ermittelt - Beschuldigte haben gestanden
Region Polizeiticker Diebe des Aschenbrödelkleids ermittelt - Beschuldigte haben gestanden
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20:16 04.09.2014
Diese Nachbildung des Ballkleides wurde gestohlen. Quelle: Archiv
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Moritzburg/Dresden

Ein halbes Jahr nach dem Diebstahl des Aschenbrödel-Tanzkleids in der Ausstellung zum Märchenfilmklassiker im Schloss Moritzburg sind die Täter ermittelt.

Es handelt sich um die Frau und den Mann, die am fraglichen Tag von Überwachungskameras gefilmt worden waren - mit einer Tasche, die beim Betreten der Ausstellung wenig und beim Verlassen prall gefüllt war, wie die Polizei am Donnerstag in Dresden mitteilte. Die 37-Jährige und der 43-Jährige leben im Raum Magdeburg (Sachsen-Anhalt).  Nähere Angaben zu den Beschuldigten machte eine Sprecherin nicht. Sie hätten die Tat eingeräumt, es sei spontan passiert.

„Die Dame wollte sich einen Kindheitstraum erfüllen.“ Wohl unter Fahndungsdruck hatten sie die unversehrte Kopie des Originalgewands aus dem Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ im Mai an die staatliche Schlösserverwaltung zurückgeschickt - anonym.  Die mit Strass und Pailletten verzierte, pink-hellblaue Robe war im Februar während der Öffnungszeit von einer Figurine verschwunden. Nach der Fahndung mit den Bildern des Paares waren mehrere Hinweise bei der Polizei eingegangen, eine heiße Spur führte ins benachbarte Bundesland.

Über den Sommer wurden die Ermittlungen in dem Fall abgeschlossen und das Verfahren nun an die Staatsanwaltschaft übergeben.  Schloss Moritzburg war seit 2009 jeweils im Winter Schauplatz einer Aschenbrödel-Schau. Der Märchenfilm entstand in den 1970er Jahren als Kooperation von Studios in der damaligen CSSR und DDR und war ein Kassenschlager. Das barocke Jagdschloss gehörte zu den Drehorten. Die vorerst letzte Präsentation mit Originalkostümen, Requisiten und Kopien schloss Anfang März. Das nachgeschneiderte Gewand war darin Teil einer Installation und am 22. Februar während der Öffnungszeit unbemerkt aus einer Ecke verschwunden.

dpa

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