Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Polizeiticker Doppelstockbus gerät südlich von Leipzig in Brand - Säugling und weitere Kinder an Bord
Region Polizeiticker Doppelstockbus gerät südlich von Leipzig in Brand - Säugling und weitere Kinder an Bord
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:30 23.11.2014
Bei einer Sightseeingtour südlich von Leipzig ist ein Doppelstockbus am Samstagnachmittag in Brand geraten. Für die Löscharbeiten musste die B95 stundenlang voll gesperrt werden. Quelle: Thomas Kube
Anzeige
Leipzig

Die Insassen konnten sich aus dem brennenden Bus befreien. Nach aktuellen Erkenntnissen der Polizei waren samt Busfahrer 30 Personen an Bord, darunter auch ein Säugling.

Zur Galerie
Nachdem bei einer Sightseeingtour südlich von Leipzig ein Doppelstockbus am Samstagnachmittag in Brand geriet, musste die B95 für die Löscharbeiten stundenlang voll gesperrt werden.

Eigentlich war die Gesellschaft zu einer Stadtrundfahrt nach Leipzig unterwegs, als im Heckbereich unvermittelt das Feuer ausbrach. Der 54-jährige Busfahrer reagierte besonnen und hielt sofort am Fahrbahnrand, sodass sich die Gäste retten konnten. Das berichtete Polizeisprecherin Maria Braunsdorf am Sonntag.

Das einen Monat alte Baby musste wie 26 weitere Passagiere in umliegende Krankenhäuser nach Zwenkau, Borna und Leipzig gebracht werden, hieß es weiter. Laut Polizei waren die Fahrgäste im Bus Qualm ausgesetzt und wurden nach der Havarie vorsorglich zur Untersuchung in die Kliniken gebracht. Zwei Rettungshubschrauber und neun Rettungswagen waren im Einsatz. Sieben Notärzte und eine schnelle Einsatzgruppe aus Zwenkau kümmerten sich vor Ort um die geschockten Fahrgäste aus dem Unglücksbus.

Kinder und Erwachsene können sich retten

Betroffen waren noch zwei weitere Kinder bis zu fünf Jahren und Erwachsene aller Altersgruppen. Der älteste Passagier war 85 Jahre alt. Keiner der Fahrgäste erlitt Verbrennungen, teilte die Polizei mit. Allerdings wurden viele persönliche Gegenstände an Bord gelassen und gingen in Flammen auf.

Die Löscharbeiten stellten die Feuerwehren aus der Region zunächst vor Probleme. Mit Wasser sei der Brand nicht einzudämmen gewesen, so die Polizei. Erst mit dem Einsatz von Schaum bekamen die Brandbekämpfer die Lage in den Griff. Gegen 17 Uhr war das Buswrack gelöscht, musste aber erst auskühlen, bevor es abgeschleppt werden konnte. Mit einem Kran hievten Spezialisten die Reste des Doppelstock-Fahrzeugs von der Straße.

Buswrack wird nun genauer untersucht

Um den Einsatz abzusichern, wurde die B95 bei Rötha bis zum späten Nachmittag voll gesperrt. In der Folge kam es in beiden Fahrtrichtungen zu Staus. Am frühen Abend konnte die Spur Richtung Espenhain wieder für den Verkehr freigegeben werden. Gegen 22.45 Uhr waren die Bergung des Wracks sowie die Reinigung der Straße abgeschlossen. Danach konnte auch die Sperrung Richtung Leipzig aufgehoben werden.

Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Unfallursache aufgenommen. Ein Sachverständiger müsse sich das ausgebrannte Wrack nun ansehen, erklärte die Polizei. Nach ersten Erkenntnissen war die Ursache des Feuers vermutlich ein technischer Defekt. Zur Schadenshöhe gibt es noch keine Angaben.

Wegen Verstößen gegen die Nutzungsbedingungen steht die Kommentarfunktion zu diesem Text nicht mehr zur Verfügung.

Evelyn ter Vehn / Clemens Haug

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Anzeige