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Kein Sprengstofffund in Borsdorf – Polizei beendet Suche nach Bombendrohung

SEK-Einsatz im Landkreis Leipzig Kein Sprengstofffund in Borsdorf – Polizei beendet Suche nach Bombendrohung

Nach einer Gewaltandrohung ist das Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) in Borsdorf am Mittwoch evakuiert worden. 500 Personen waren betroffen. Spezialeinheiten durchsuchten die Gebäude, wurden aber nicht fündig. Der Unterricht kann am Donnerstag fortgesetzt werden.

Polizeieinsatz vorm Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) in Borsdorf.

Quelle: Frank Schmidt

Leipzig. Nach einer Bombendrohung gegen das Bildungs- und Technologiezentrum (BTZ) in Borsdorf sind weder Sprengsätze noch der Tatverdächtige gefunden worden. Spezialisten hätten die Gebäude der Schule gründlich durchsucht, auch eine von Hubschraubern und Wärmebildkamera unterstützte Fahndung im Umfeld des BTZ blieb erfolgslos, sagte Polizeisprecher Uwe Voigt gegenüber LVZ.de. Am Abend beendeten die Beamten kurz vor 19 Uhr den Einsatz. Der Unterricht für die Auszubildenden kann am Donnerstag fortgesetzt werden. Auch die gesperrten Straßen sind wieder befahrbar.

Das Schulgebäude unweit der B6 in Borsdorf war am Mittwochmorgen nach einer Bombendrohung evakuiert worden. Nach Angaben des Polizeisprechers hatte ein Unbekannter zwei Schüler vor dem Gebäude gegen 8.15 Uhr angesprochen und diese gewarnt, in die Schule zu gehen. In seinem Rucksack befinde sich eine Bombe, so der Täter weiter. Anschließend habe der Mann das Gelände betreten und sei aus dem Sichtfeld der Beiden verschwunden. „Die Schüler reagierten geistesgegenwärtig, gingen trotzdem in die Schule und informierten die Schulleitung“, so Voigt weiter.

Laut Beschreibung der zwei Schüler soll der Unbekannte zwischen 30 und 35 Jahre alt sowie etwa 1,80 Meter groß gewesen sein. Er habe dunkle Haare, trage einen dunklen Bart und sei ein südländischer Typ, hieß es. Er war mit einer schwarzen Jacke, dunkler Hose und grauer Mütze bekleidet. Sein Rucksack sei schwarz gewesen. Ein Polizeisprecher erklärte am Abend gegenüber LVZ.de: "Bis auf die beiden Zeugen konnte bisher niemand ausfindig gemacht werden, der den Täter auch gesehen hat."

Ein Unbekannter hat am Mittwochmorgen im Bildungs- und Technologiezentrums (BTZ) in Borsdorf mit einem Anschlag gedroht. Wie ein Polizeisprecher gegenüber LVZ.de sagt, habe sich der Mann Zutritt zum Gelände verschafft und dort mit dem Einsatz von Sprengstoff gedroht.

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Ein Shuttle-Bus brachte die 500 Schüler in Sicherheit, sie kamen in einer nahen Turnhalle unter. Bis zum Abend war noch ein Großteil der Betroffenen in einem Raum der Grundschule in Panitzsch untergebracht und durfte den Ort nicht verlassen. Denn die Polizei wollte ausschließen, dass sich der Verdächtige unter den Personen befindet. Alle am Mittwoch anwesenden Schüler sind registriert worden, um so Rückschlüsse auf Ferngebliebene ziehen zu können und die Täterbeschreibung auch mit fehlenden Personen abzugleichen, erklärte die Polizei.

Die Behörden rückten am Mittwoch mit einem Großaufgebot und der Unterstützung von Spezialkräften in Borsdorf an. Mehr als 100 Beamte verschiedener Dezernate waren seit den Morgenstunden beteiligt – darunter auch die erst kürzlich vom Sächsischen Innenminister neu ausgerüsteten Spezialeinheiten zur Terrorbekämpfung. Das Schulgelände wurde großräumig abgesperrt.

Das 1996 eröffnete Bildungs- und Technologiezentrum in Borsdorf ist eine Aus- und Weiterbildungsstätte der Handwerkskammer. Mit Entsetzen reagierte die Handwerkerschaft auf den angedrohten Anschlag. „Gerade für unsere Schüler und Azubis war diese erste Erfahrung mit angedrohter Gewalt schockierend“, sagte Claus Gröhn, Präsident der Handwerkskammer zu Leipzig. „Die Handwerker der Stadt Leipzig und der Landkreise Leipzig und Nordsachsen empfinden Wut und Abscheu angesichts dieses Angriffs auf unser Bildungs- und Technologiezentrums“. Den ganzen Tag über waren die praktischen Lehrunterweisungen und die Berufsorientierungsmaßnahmen unterbrochen. Betroffen waren auch die Vorbereitungslehrgänge der russischen Nationalmannschaft für die Worldskills 2017.

Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich bei der Kripo Leipzig, Dimitroffstraße 1 oder telefonisch unter (0341) 96 64 66 66 zu melden.

mpu/agri/fsw/bis

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