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Polizeiticker Entwarnung nach Chemieunfall an der TU Dresden - betroffenes Labor bleibt gesperrt
Region Polizeiticker Entwarnung nach Chemieunfall an der TU Dresden - betroffenes Labor bleibt gesperrt
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11:03 20.01.2012
Das betroffene Labor war am Freitag abgesperrt und versiegelt Quelle: Stephan Lohse
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Dresden

Dazu wurden auch Spezialisten der Werkfeuerwehr von Infineon hinzugezogen.

Nach Angaben der Polizei ließ sich auch nicht feststellen, ob bei den Experimenten der Studenten überhaupt giftiges Gas ausgetreten war. Am Freitagmorgen war das Gebäude an der Bergstraße wieder frei zugänglich. Einzig das betroffene Labor für Anorganische Chemie im Südflügel des zweiten Stocks ist gesperrt und wird von Beamten der Dresdner Polizei überwacht. Die Ermittler der Polizei wollen den Raum noch einmal „bis in die letzte Ecke" untersuchen, vorher darf niemand den Raum betreten. Denn bisher ist unklar, was genau vorgefallen war.

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Gegen 17 Uhr hatte ein Student bei Experimenten aus bislang medizinisch noch nicht eindeutig bestimmten Gründen über Übelkeit geklagt. Zudem wurde ein verdächtiger Geruch bemerkt. daraufhin hatte die Feuerwehr am Großalarm ausgerufen und das gesamte betroffene Gebäude geräumt.

Es sei nicht auszuschließen gewesen, dass bei einer chemischen Reaktion hochgiftige Gase entstanden sein könnten, teilte die Polizei mit. 102 Menschen - zum größten Teil Studenten, aber auch fünf Mitarbeiter der Feuerwehr und zwei des Maltester Hilfsdienstes - wurden in Krankenhäuser gebracht. Im benachbarten Hörsaalgebäude wurde ein Behandlungsplatz eingerichtet und die Betroffenen rettungsdienstlich versorgt. Ernsthaft verletzt wurde jedoch niemand. Weitere 50 Personen, die keinen Kontakt hatten wurden belehrt, bei Beschwerden sich in medizinische Behandlung zu begeben.

Eine Sprecherin der Hochschule sagte, die Studenten seien mit verschiedenen Grundlagen-Experimenten beschäftigt gewesen, als der Alarm ausgelöst wurde. Bei welchem Experiment etwas passiert sei und um welche Chemikalien es gehe, müsse noch untersucht werden. Die Feuerwehr hält es nach eigenen Angaben für wahrscheinlich, dass zwischenzeitlich Gas in geringer Konzentration ausgetreten ist, das sich dann schnell wieder verflüchtigt hat und am Ende nicht mehr nachweisbar war.

Stephan Lohse / dpa

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