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Etwa 140 Rechtsextremisten ziehen vermummt und mit Fackeln durch Stolpen

Etwa 140 Rechtsextremisten ziehen vermummt und mit Fackeln durch Stolpen

Ein bizarrer Nazi-Aufmarsch hat in der Nacht zu Sonnabend in Stolpen Angst und Schrecken verbreitet. Etwa 140 schwarz gekleidete Rechtsextremisten waren mit weißer Gesichtsmaske und Fackeln um Mitternacht durch die Innenstadt gezogen.

Stolpen. Dabei skandierten die Unbekannten rechte Parolen und warfen Feuerwerkskörper. Bereits nach etwa einer Viertelstunde war der Spuk auch wieder vorbei.

Bevor die Polizei eintraf, waren die meisten Teilnehmer des Umzugs schon verschwunden. Die Nazis hatten sich kurz vor Mitternacht in der Stolpener Innenstadt versammelt. Nach Angaben eines Beamten der zuständigen Polizeidirektion Oberes Elbtal - Ostererzgebirge waren die Extremisten mit etwa 40 Autos angereist. Laut Berichten von Ohrenzeugen rief der Mob Parolen wie „Nationaler Sozialismus jetzt", „Frei, sozial und national" und „Hier marschiert der Nationale Widerstand". Die Sprechchöre und detonierenden Feuerwerkskörper seien bis in die Nachbardörfer zu hören gewesen.

„Wir hatten massive Anrufe. Leider konnten unsere Beamten nicht so schnell vor Ort sein, wie der Spuk auch schon wieder beendet war", so der Mitarbeiter der Polizeidirektion. Die weißen Masken hatten die Rechtsextremisten zum Teil an Ort und Stelle zurückgelassen. Immerhin konnten die Beamten noch die Personalien von zehn Personen aufnehmen. Die weiteren Ermittlungen zu dem Vorfall übernimmt nun der Staatsschutz.

Bereits Anfang Mai dieses Jahres hatten Nazis in Bautzen eine ähnliche krude Aktion gestartet (DNN berichteten). Damals waren ebenfalls etwa 150 vermummte Rechtsextreme spontan mit Fackeln und Parolen grölend durch die ostsächsische Domstadt gezogen. Nur kurze Zeit später tauchte im Internet ein im Stil der Nazis inszenierter Propagandafilm mit Aufnahmen des Umzugs auf. Die Urheber des Beitrags nennen sich selbst „Die Unsterblichen". Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem Aufmarsch in Stolpen um die selbe Gruppe und deren Sympathisanten handelte.

seko

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