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Etwa 40 Dresdener protestieren vor dem Landgericht gegen die Schließung von kino.to

Etwa 40 Dresdener protestieren vor dem Landgericht gegen die Schließung von kino.to

Etwa 40 Personen haben am Donnerstagnachmittag vor dem Dresdner Landgericht gegen die Schließung des Online-Filmeportals kino.to und gegen Copyright-Regeln protestiert.

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Quelle: Stephan Lohse

Dresden. Vor dem Gebäude am Sachsenplatz, in dem auch die Generalstaatsanwaltschaft ihren Sitz hat, entrollten die teilweise maskierten Demonstranten mehrere Plakate, die sich gegen die Abschaltung des Portals wendeten.

Dabei gab Initiator Anton Schellong zu, dass sich die Demo nur vordergründig gegen das Aus für kino.to richtete. „Wir protestieren nicht wegen kino.to, sondern für eine Änderung des Copyright-Gesetztes", sagte der 20-Jährige. Die Idee für die Veranstaltung sei am Mittwoch gekommen.

Per Facebook und Twitter wurde zu der Demo getrommelt, mehr als 150 Personen hatten sich angemeldet. „Es ist eben alles sehr kurzfristig", meinte ein Teilnehmer mit Blick auf das letztlich doch recht überschaubare Grüppchen. Man habe versucht, die Piratenpartei und den Chaos Computer Club zu gewinnen, offensichtlich jedoch ohne Erfolg.

Schellong verwies in seiner per Megafon vorgetragenen Ansprache auf die Ungerechtigkeiten, die seiner Meinung nach im Bereich von digitalen Informationen existierten. Gegen die „Content-Mafia", die „Mittler zwischen Künstler und Konsument", richtete er seinen Vortrag. „Es ist unfair, uns das einfach wegzunehmen", sagte er zur Abschaltung von kino.to. Zudem rief er auf, neue Geschäftsmodelle zu nutzen, die sich durch die Möglichkeiten des Internets ergeben. Die großen Konzerne würden 90 Prozent der Gewinne einstecken, damit müsse Schluss sein. „Wir werden das vorantreiben", gab er sich kämpferisch.

Der Protest blieb dabei komplett friedlich. Wer kein Schild in der Hand hielt, saß trotz einer Wolke aus Insekten friedlich auf dem Rasen. Die Demonstrierenden achteten peinlich genau darauf, die Auflagen der Polizei zu beachten, keine Aufregung, kein böses Wort. Einzig erkennen lassen wollten sich einige nicht. „Ich will nicht biometrisch erkennbar sein", so eine jugendliche Teilnehmerin. Andere liefen trotz Sonne und Wärme mit Kapuze und „Anonymus"-Maske über den Rasen.

Am Mittwoch war der Staatsanwaltschaft ein internationaler Großschlag gegen die Betreiber des Online-Portals kino.to gelungen. Insgesamt 13 Personen wurden bei Razzien unter anderem in Leipzig festgenommen. Einem Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Dresden zufolge sollen die Chefs der Kino-Website ihren Sitz in der Messestadt gehabt haben.

sl / nöß / mro

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