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Frust wegen Stadionverbot in Zwickau: Lok-Anhänger randalieren im Fan-Bus

Frust wegen Stadionverbot in Zwickau: Lok-Anhänger randalieren im Fan-Bus

„Ein schöner Sommerfußballtag war das“, sagt Maximilian Hendel, Sprecher des 1. FC Lok Leipzig. Die Fans aus Probstheida verfolgten friedlich am vergangenen Mittwoch die letzten Minuten der Oberligapartie beim FSV Zwickau.

Leipzig/Borna. 1:0 stand es zu diesem Zeitpunkt, das Gästeteam sicherte sich damit den Klassenerhalt.

Während die Mannschaft und ihr Anhang den Abpfiff herbeisehnte, eskalierte gut 50 Kilometer weiter nördlich die Lage. Rund 20 Anhänger hatten bereits vor dem Anpfiff in Zwickau wieder kehrt gemacht. „Einige von ihnen hatten ein Stadionverbot“, sagte Steffen Kubald, Sicherheitsbeauftragter des 1. FC Lok. Ihnen sei der Eintritt verwehrt worden. Aus Solidarität seien auch andere Anhänger gleich wieder mit nach Hause gefahren.

Die Polizei, so Kubald habe den Bus sofort aus der Stadt geleitet. Bis zur Direktionsgrenze seien die Beamten als Eskorte noch mitgefahren. Danach ging es allein weiter. Die Ordner des Vereins, die bei der Hinfahrt noch dabei gewesen seien, hätten wegen der überstürzten Abfahrt keine Chance mehr gehabt zuzusteigen.

In Borna legte der Fahrer des Eilenburger Busunternehmens gegen 20.40 Uhr einen Stopp ein. Einige Fahrgäste wollten aussteigen. Plötzlich ließen die Mitreisenden ihrem Frust freien Lauf. „Polster wurden aufgeschlitzt, ein Sitz mit einem Hakenkreuz beschmiert“, berichtet Ulf Geißler, Geschäftsführer des Eilenburger Busunternehmens.

Außerdem sei von außen eine Scheibe eingeworfen und ein weiterer Sitz mit einem Feuerzeug angekokelt worden. „Das war reiner Vandalismus“, meint Geißler. Einen politischen Hintergrund vermutet er nicht hinter dem Übergriff. Während der Busfahrer mit dem Schrecken davon kam, sei am Fahrzeug ein Schaden von rund 5.000 Euro entstanden, die Polizei spricht sogar von der doppelten Summe. Zwei weitere Busse aus Geißlers Flotte blieben nach der Zwickaureise ohne Schaden.

„Wir fahren schon seit mehreren Jahren für Lok“, so Geißler. Es sei nie das leichteste Publikum gewesen. Die Busse waren nach den Fahrt meist stark verschmutzt. Manchmal gab es auch kleinere Schäden. So schlimm wie am Mittwoch sei es aber noch nie gewesen.

Geißler plant jetzt ein Treffen mit den Vereinsverantwortlichen. „Ich will nicht alle Fans über einen Kamm scheren“, sagt er. Etwas passieren müsse aber. Eine stärkere Ordnerpräsenz könnte er sich vorstellen. Auch Kubald will den Fall nicht auf sich beruhen lassen. „Wir müssen jetzt die Schuldigen ermitteln und den Schaden ersetzen“, kündigt der Sicherheitschef des 1. FC Lok an. In der kommenden Woche will er sich deshalb mit der Polizei zusammensetzen. Bei der Polizeidirektion Westsachsen hat inzwischen der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen.

mro

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