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Polizeiticker Geständnis im Prozess um Mord an Dresdnerin Aline K.
Region Polizeiticker Geständnis im Prozess um Mord an Dresdnerin Aline K.
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16:38 13.09.2016
Der Angeklagte gestand am Dienstag den Mord an Aline K. Quelle: dpa
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München/Dresden

Der Lebensgefährte der gebürtigen Dresdnerin Aline K. hat vor Gericht gestanden, sie umgebracht zu haben. Der 30-Jährige wolle „für diese schreckliche Geschichte Verantwortung“ übernehmen, sagte sein Verteidiger am Dienstag vor dem Landgericht München. Die Tat sei eine „schreckliche Kurzschlusshandlung“ gewesen. Der Mann habe noch versucht, sie wiederzubeleben, aber es war zu spät. Er wolle sich bei den Eltern des Opfers entschuldigen und er leide selber darunter, dass sie nicht mehr da sei. „Er sagt heute noch: seine geliebte Aline.“

Der Wachmann habe herausgefunden, dass die 30-Jährige ein Verhältnis mit ihrem Arbeitskollegen habe und sie daraufhin zur Rede gestellt. „Dann kam von der Aline ein verhängnisvoller Satz, der den Schalter umgelegt hat, wie er sagt“, führte der Anwalt aus. Sie habe die Beziehung zum Angeklagten mit den Worten „Das Projekt ist gescheitert“ für beendet erklärt.

„Er hat sich von einer Minute auf die andere sehr erniedrigt gefühlt.“ Dann habe er seine Hand an ihren Hals gelegt und zugedrückt, so der Verteidiger. Anschließend äußerte der Angeklagte sich selbst ausführlich zu seiner Beziehung mit Aline K. Noch Weihnachten 2014 hätten die beiden über Heirat und Kinder gesprochen.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Mord aus Heimtücke und niederen Beweggründen vor. Die Leiche der Frau wurde Anfang November 2015 in einem Kellerschacht im Westen von München gefunden. In der Gegend hatte der Angeklagte seine Kindheit verbracht, auf dem überwucherten Grundstück soll er als Kind gespielt haben.

Laut Anklage hatte er seine Freundin zuvor massiv überwacht und beispielsweise eine Spionage-Software auf ihrem Handy installiert. So soll er davon erfahren haben, dass seine Freundin sich in ihren Arbeitskollegen verliebt und ein Verhältnis mit ihm begonnen hatte. „Aline K. sollte für ihn, den Angeklagten, da sein, oder eben für niemanden“, sagte der Staatsanwalt.

Der Angeklagte schilderte eine schwierige Kindheit, die von der Scheidung seiner Eltern und einem schlechten Verhältnis zu den jüngeren Brüdern geprägt gewesen sei. Er sei schon seit Jahren depressiv, verletze sich selbst und habe zwei Suizidversuche in der Jugend hinter sich.

LVZ

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