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Polizeiticker Großfahndung: Polizei in Sachsen sucht bewaffneten Mann
Region Polizeiticker Großfahndung: Polizei in Sachsen sucht bewaffneten Mann
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18:59 11.06.2018
Die Polizei sucht mit einem Großaufgebot einen mutmaßlich bewaffneten Mann aus Chemnitz (Symbolfoto). Quelle: dpa
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Chemnitz

Sirenengeheul und Hubschrauberrattern: Nach einem offenbar eskalierten Beziehungsstreit sucht die Polizei rund um Chemnitz mit einem Großaufgebot nach einem womöglich bewaffneten Mann. Bereits seit Sonntagnachmittag laufe ein Einsatz zur „Bewältigung einer Bedrohungslage“, teilte die Behörde am Montag mit. Bei dem Gesuchten handelt es sich um einen 29-Jährigen.

Schwerpunkt der Suche liege im Bereich Chemnitz, Hartmannsdorf (Landkreis Mittelsachsen) und Limbach-Oberfrohna (Landkreis Zwickau). Am Sonntag habe es Hinweise darauf gegeben, dass sich der Mann eine Schusswaffe besorgt haben könnte.

230 Beamte im Einsatz

Neben einem Hubschrauber und einem Personensuchhund kamen auch Spezialkräfte des Landeskriminalamtes zum Einsatz. Bis zum Montagnachmittag waren rund 230 Beamte aus der Chemnitzer Polizei, der Polizeidirektion Zwickau, der sächsischen Bereitschaftspolizei sowie des Landeskriminalamtes an der Suche beteiligt.

Laut Polizei besteht seit geraumer Zeit ein Konflikt zwischen dem 29-jährigen und seiner gleichaltrigen Ex-Freundin sowie deren Familie. Zuletzt habe es am Sonntagmorgen eine Konfrontation gegeben. Mittags gab es Hinweise darauf, dass sich der Mann bewaffnet haben könnte. Eine weitere Eskalation sei nicht auszuschließen gewesen, hieß es. Daher habe die Polizei ihre Maßnahmen eingeleitet. Die Frau und ihre Familie seien vorsorglich in Sicherheit gebracht worden.

Auto gefunden und sichergestellt

Der Mann war zuletzt am Sonntagmorgen im Stadtzentrum gesehen worden. Dort wurde auch sein Auto gefunden und sichergestellt. Mögliche Aufenthaltsorte des 29-Jährigen seien überprüft worden. Beamte in Uniform und in zivil überwachen mögliche Anlaufstellen des Mannes.

Vor knapp einem Monat hatte ein bewaffneter Ex-Soldat die Polizei in der Königsbrücker Heide nordöstlich von Dresden mehrere Tage in Atem gehalten. Der 33-Jährige hatte sich schwer bewaffnet auf einem ehemaligen Militärgelände verschanzt. Dort war er von der Polizei gestellt worden. Der Mann, der zuvor eine 75-jährige Nachbarin getötet haben sollte, hatte sich letztlich selbst erschossen.

Von LVZ

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