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Polizeiticker Hochwassersituation in Sachsen entspannt sich - Aufräumarbeiten laufen an
Region Polizeiticker Hochwassersituation in Sachsen entspannt sich - Aufräumarbeiten laufen an
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18:15 28.05.2014
Quelle: dpa
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Die Behörden gaben für weite Teile des Landes Entwarnung in Sachen Hochwassergefahr. Für die Mulden und ihre Nebenflüsse wurde die Berichterstattung wieder eingestellt. In Ostsachsen könne es bis zum Abend durch Gewitter mit Starkregen örtlich noch zu kurzzeitigen Anstiegen in Flüssen kommen, sagte Karin Bernhardt vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie (LfUG).

Im Meißner Triebischtal waren rund 60 Feuerwehrleute und Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks, Anwohner und Freiwillige aus umliegenden Orten im Einsatz, um die Auswirkungen des Starkregens zu beseitigen. Das werde noch ein paar Tage dauern, sagte Stadtsprecherin Katharina Reso. Erst danach könne mit Reparaturen begonnen werden. Die starken Regenfälle hatten dort einen Erdrutsch ausgelöst, die Schlammlawine ergoss sich in die Tal- und kleine Nebenstraßen. Nach Angaben der Polizei gab es keine Verletzten.

In Meißen wurden vier Wohnungen geräumt und unter anderen zwei Demenzkranke aus einem Pflegeheim in Sicherheit gebracht. Viele Haushalte waren nach Angaben des Landratsamtes weiter ohne Strom. Die Feuerwehr pumpte unter Wasser stehende Keller aus, das Technische Hilfswerk war mit schwerem Gerät im Einsatz, um aufgerissene Fahrbahndecken wieder nutzbar zu machen. „Der Schlamm muss schnellstens weg, der wird sonst wie Beton“, sagte Behördensprecherin Kerstin Thöns. Allein in Meißen und Klipphausen gehen die Schäden nach ersten Schätzungen in die Millionen.

Dresden/Meißen. Nach den heftigen Unwettern mit Schlammlawinen und Erdrutschen hat sich die Lage in Sachsen entspannt. Vielerorts wurde am Mittwoch schon aufgeräumt. Die Behörden gaben für weite Teile des Landes Entwarnung in Sachen Hochwassergefahr. Für die Mulden und ihre Nebenflüsse wurde die Berichterstattung wieder eingestellt.

Auch in Cossebaude, Nieder- und Oberwartha und Gompitz im Westen von Dresden räumten Betroffene auf. Aus der Freiberger Universitätsbibliothek wurden nach einem Wassereinbruch etwa 1000 bedrohte Bände des Altbestandes ins Trockene gebracht. 104 besonders nasse Exemplare kamen zum Gefriertrocknen ins Zentrum für Bestandserhaltung Leipzig. Die TU Bergakademie bezifferte den Schaden mit etwa 50 000 Euro. Die nötige Restaurierung soll mit Hilfe einer Buchpatenaktion finanziert werden.

In der Oberlausitz und dem Zittauer Gebirge waren noch bis zum Abend örtlich Gewitter mit Starkregen möglich, wie ein Meteorologe vom Deutschen Wetterdienst in Leipzig sagte. In den Oberläufen der Flüsse könnte dann auch die unterste Alarmstufe 1 erreicht werden, sagte Bernhardt vom LfUG. Am Vortag waren in Hoyerswerda mehr als 40 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit gefallen. Mit 68,2 Litern pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden wurde dort auch der Spitzenwert registriert. Aufnahmefähige Böden und Vegetation verhinderten laut Bernhardt Schlimmeres. „Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen.

dpa

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