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Polizeiticker Immer mehr Crystal-Delikte in Sachsen - Freistaat fordert Hilfe der Bundesregierung
Region Polizeiticker Immer mehr Crystal-Delikte in Sachsen - Freistaat fordert Hilfe der Bundesregierung
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20:54 07.07.2014
Zollbeamte konfiszieren immer größere Mengen der Droge Chrystal Meth (Archivbild). Quelle: dpa
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Dresden

Konkrete Zahlen wurden allerdings nicht genannt. In den Jahren 2009 bis 2013 hatte sich die Zahl der Crystal-Fälle auf zuletzt knapp 5000 nahezu verdreifacht. Auch die Menge des von der sächsischen Polizei sichergestellten Crystals verdoppelte sich im vergangen Jahr im Vergleich zu 2012 mit fast 15 Kilogramm nahezu.

Die Zunahme sei neben dem steigenden Konsum auch auf stärkere Polizeikontrollen zurückzuführen, hieß es. „Die intensive Polizeiarbeit bringt viele Fälle ans Licht. Wir brauchen eine breit angelegte Informationskampagne, damit die Gefahren und Risiken bekannter werden“, erklärte Innenminister Markus Ulbig (CDU).

Als Vorstoß der Länder im Kampf gegen Crystal wird die sächsische Gesundheitsministerin Christine Clauß (CDU) am Freitag im Bundesrat einen Entschließungsantrag einbringen. Darin wird die Bundesregierung unter anderem aufgefordert, die polizeilichen Kräfte mit den Ländern zu bündeln. Bundespolizei und Zoll sollen mehr als bisher zur Verstärkung des Crystal-Handels und der damit einhergehenden Drogenkriminalität herangezogen werden.

Außerdem soll Berlin Präventionsmaßnahmen länderübergreifend initiieren und unterstützen. Crystal Meth wird in großen Mengen in Drogenküchen im tschechischen Grenzgebiet hergestellt und dann über die Grenze nach Deutschland geschmuggelt. Dahinter stehen zumeist asiatische Drogenbanden.

Sachsen und Tschechien wollen den Fahndungsdruck mit gemeinsamen Ermittlungsgruppen erhöhen. Bei der Bekämpfung der Drogenkriminalität erhält Tschechien nun auch Unterstützung aus Vietnam. Die Regierungen beider Länder vereinbarten am Montag, dass Polizisten aus dem südostasiatischen Land ihren tschechischen Kollegen künftig helfen sollen, in die Kreise der Drogenbanden einzudringen.

dpa

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