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Keine Unterlassung: Beamte ermitteln nach Tod von al-Bakr nicht mehr

In Leipziger JVA Keine Unterlassung: Beamte ermitteln nach Tod von al-Bakr nicht mehr

Ein dreiviertel Jahr hatten sie gedauert, nun hat die Leipziger Staatsanwaltschaft die Ermittlungen rund um den Tod des mutmaßlichen Terroristen Dschaber al-Bakr eingestellt. Mitarbeitern des Gefängnisses könne kein Fehlverhalten nachgewiesen werden.

Die JVA in Leipzig nach dem Tod al-Bakrs.
 

Quelle: Kempner

Leipzig. Nach dem Suizid des Terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr in einem Leipziger Gefängnis sind die Ermittlungen gegen zwei Mitarbeiter eingestellt worden. Wie die Leipziger Staatsanwaltschaft am Donnerstag bestätigte, habe sich keine „Strafbarkeit einzelner Personen“ ergeben.

Man habe nach dem Vorfall im Oktober 2016 nur wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen ermittelt, betonte die Behörde in einer Mitteilung. Das treffe dann zu, wenn der Tod eines Menschen vorhersehbar und vermeidbar gewesen wäre. Laut Staatsanwaltschaft war das zum Zeitpunkt des Suizids nicht der Fall.

Familie hatte Anzeige gestellt

Zudem hätten weder der Hungerstreik noch der mutmaßlich geplante Selbstmordanschlag al-Bakrs auf die akute Suizidgefahr hingewiesen. Weitere Sicherung, wie beispielsweise dauerhaftes Fesseln oder ununterbrochene Überwachung, wären rechtlich unzulässig gewesen. JVA-Mitarbeiter hätten den Grad der Suizidalität al-Bakrs korrekt eingeschätzt.

Am Mittwoch hatte bereits der Anwalt des Syrers mitgeteilt, dass das Verfahren eingestellt wurde. Nach dem Tod hatte die Staatsanwaltschaft die Ermittlungen eingeleitet. Außerdem hatte die Familie al-Bakrs Strafanzeige gestellt.

Al-Bakr tagelang gesucht

Der mutmaßliche Terrorist Dschaber al-Bakr war am 12. Oktober 2016 erhängt in seiner Zelle in der Leipziger JVA gefunden worden. Zuvor hatte die Polizei den Syrer tagelang gesucht, da er im Verdacht stand, einen Anschlag vorzubereiten.

Am Morgen des 9. Oktober war al-Bakr schließlich von zwei Landsmännern in deren Wohnung in Leipzig-Paunsdorf gefesselt und an die Polizei übergeben worden.

Sollten Sie selbst von Suizidgedanken betroffen sein, können Sie sich an die Telefonseelsorge in Deutschland unter den Nummern (0800) 111 0 111 oder (0800) 111 0 222 oder im akuten Fall an einen Notarzt wenden.

Von jhz

JVA Leipzig 51.28644 12.42432
JVA Leipzig
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