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Krawalle beim Ostderby: 15 verletzte Polizisten und 19 Festnahmen

Dynamo Dresden in Magdeburg Krawalle beim Ostderby: 15 verletzte Polizisten und 19 Festnahmen

Ihrem Ruf als Hochrisikospiel wurde die Partie zwischen Magdeburg und Dresden in der 3. Fußball-Liga am Samstag gerecht. Es kam zu Krawallen, die Polizei setzte Wasserwerfer und Pfefferspray ein. Die Bilanz des von gewalttätigen Ausschreitungen überschatteten Ostderbys.

Anhänger der SG Dynamo Dresden stürmten den Eingangsbereich des Magdeburger Stadions.

Quelle: dpa

Magdeburg. Das Ostderby in der 3. Fuball-Liga zwischen dem 1. FC Magdeburg und der SG Dynamo Dresden ist von gewalttätigen Ausschreitungen überschattet worden. Dessen Bilanz nach Angaben der Polizei: 15 verletzte Polizisten sowie ein Ordner des FC Magdeburg mit Blessuren. 19 Menschen wurden vorübergehend festgenommen und 300 zwischenzeitlich festgesetzt, wie eine Polizeisprecherin am Sonntag sagte. Es wurden 33 Anzeigen unter anderem wegen Landfriedensbruchs, Raub, gefährlicher Körperverletzung und Widerstands erstattet.

Die Partie (2:2), mit der sich die SG Dynamo am Samstag den Aufstieg in die 2. Fußballbundesliga sicherte, galt als Hochrisikospiel. Die Polizei war mit etwa 1000 Beamten aus sechs Bundesländern im Einsatz, um die verfeindeten Fanlager voneinander zu trennen. Dies gelang den Beamten. Zu Ausschreitungen kam es dennoch.

Während der Marsch von Dynamo-Fans vom Bahnhof zum Stadion friedlich verlief, eskalierte die Situation im Zugangsbereich zum Gästeblock. Wie im Vorfeld offenbar abgesprochen worden war, stürmten die Anhänger der SG Dynamo den Eingangsbereich, um auch Fans, die keine Karte hatten, mit ins Stadion zu bekommen. Dabei wurden die eingesetzten Ordner und Polizisten von Gewalttätern angegriffen.

Nach dem versuchten Sturm des Stadiontors ließ der FC Magdeburg rund 700 Dresdner nicht in die Arena. Etwa 300 gewaltbereite Dynamo-Fans wurden von der Polizei festgesetzt.

Auch im Stadion selbst kam es zu Ausschreitungen. So wurden im Fan-Block der Dresdner Rauchbomben gezündet und zum Teil auf das Spielfeld geworfen. Zudem schossen Chaoten mit Leuchtraketen in Richtung der Magdeburger Zuschauer. Dies führte dazu, dass Magdeburger versuchten, zum Gästeblock vorzudringen.

Nach dem Spiel geleitete die Polizei etwa 1000 Dresdner zurück zum Bahnhof Herrenkrug. Eine Gruppe von rund 250 Magdeburgern versuchte den Angaben zufolge, in die Reihen des Dynamo-Anhangs vorzudringen. Sie wurden mit Wasserwerfern und Pfefferspray zurückgedrängt. Dabei wurden die Polizisten von den Magdeburgern mit Flaschen und Steinen beworfen.

Nach Angaben einer Sprecherin der Bundespolizei hatte es auf der Hinfahrt der Dresdner eine Reihe von Sachbeschädigungen in einem Sonderzug gegeben. Auf der Rückfahrt sei es ruhig geblieben, sagte sie. Allerdings gab es in einem ICE noch einen Zwischenfall, als zwei Magdeburger einem Dresdner seinen Fanschal stahlen. Gegen sie wird wegen Raubes ermittelt.

Auch bei der Aufstiegsfeier der Dresdner im heimischen Stadion kam es am Abend zu Störungen. So stürmten Hooligans auf den Platz und zündeten Bengalos an. Nach Angaben der Polizei gab es 16 Leichtverletzte, als Fans von den Rängen über Zäune auf das Spielfeld kletterten. Weitere Vorfälle wurden nicht bekannt.

LVZ

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