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Polizeiticker Medienberichte: Sächsische Polizisten vermummt im „schwarzen Block“
Region Polizeiticker Medienberichte: Sächsische Polizisten vermummt im „schwarzen Block“
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13:43 19.05.2018
Der sogenannte „schwarze Block“ beim G20 in Hamburg. Unter den Vermummten sollen auch sächsische Polizisten gewesen sein. Quelle: dpa
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Leipzig

Bei den schweren Krawallen am Rande des G20-Gipfels in Hamburg vor zehn Monaten sollen Polizisten aus Sachsen vermummt und in szenetypischer Kleidung im sogenannten „schwarzen Block“ im Einsatz gewesen sein. Wie mehrere Medien berichten, habe dies ein Zivilpolizist während eines Prozesses gegen einen der mutmaßlichen Randalierer vor Gericht in Hamburg ausgesagt. Nach Angaben des Magazins „Spiegel“, sollen die insgesamt vier damals vermummten Beamten zur Bereitschaftspolizei Sachsen gehören und waren in der Demonstration „Welcome to Hell“ verdeckt zur Beweissicherung eingesetzt.

„Der Zeuge hat ausgesagt, man sei dunkel gekleidet gewesen und hätte sich ein schwarzes Tuch bis unter die Nase gezogen“, berichtet das Magazin mit Berufung auf einen Sprecher des Hamburger Strafgerichts. Wie die Tageszeitung taz zudem berichtet, hätten sich die Beamten extra für den Einsatz auf der Demonstration umgezogen „von bürgerlicher Kleidung zum Black-Block-Dress – ehe sie sich vermummt in den schwarzen Block einreihten.“

Die unter dem Namen „Welcome to Hell“ bekannt gewordene Demonstration zum G20-Gipfel im Juli in Hamburg war von der Polizei unter anderem auch aufgrund vermummter Teilnehmer aufgelöst worden. Der überwiegende Anteil der etwa 12.000 Demonstranten sei friedlich gewesen, allerdings hätte sich in der Spitze eine Gruppe von etwa 1000 Personen formiert, die sich bereits unmittelbar nach Demo-Beginn vermummt hatten, teilten die Behörden später mit. Der Protestzug wurde gestoppt, die Polizei mit Steinen und anderen Gegenständen beworfen. Anschließend wurde die Demo aufgelöst.

Von mpu

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