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Mordfall Reichenau: Polizei befragt Zeugen aus Kannibalen-Forum

Mordfall Reichenau: Polizei befragt Zeugen aus Kannibalen-Forum

Bei den Ermittlungen zum grausigen Mordfall von Reichenau im Osterzgebirge hat die Polizei auch am Dienstag Körperteile entdeckt, die zur zerstückelten Leiche des 59-Jährigen Opfers gehören dürften.

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In dieser Herberge wurde das Opfer nach Ermittlungen der Polizei ermordet.

Quelle: Polizei

Dresden/Reichenau. Über Art und Umfang der Funde wollte die Staatsanwaltschaft allerdings keine Angaben machen.

Zudem hätten die Ermittler einen Mann befragt, der Kontakt zu dem unter Mordverdacht verhafteten 55-jährigen Hauptkommissar gehabt und sich auch in dessen Pension im Gimmlitztal aufgehalten habe, sagte Oberstaatsanwalt Lorenz Hasse.Der 31 Jahre alte Mann aus Baden-Württemberg hatte der „Bild“-Zeitung (Dienstag) gesagt, dass er sich wie das spätere Opfer mit dem mutmaßlichen Mörder im Internet verabredet hatte, um seine Kannibalen-Fantasien auszuleben.

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Spezialisten der Polizei arbeiten im sächsischen Reichenau (Osterzgebirge) an der Spurensuche.

Quelle: dpa

„Wir hatten uns im Chat dazu verabredet, dass er mich isst“, zitierte das Blatt den Mann. Er sei dann zu dem Polizisten gereist und habe auch mehrere Wochen in dessen Pension in Reichenau gewohnt. „Doch essen wollte er mich nicht. Er sagte, ich sei zu jung dafür.“Laut Staatsanwaltschaft wurde der 31-Jährige von zwei Ermittlern der Sonderkommission „Pension“ an seinem jetzigen Wohnort in Nordrhein-Westfalen befragt. Weitere Einzelheiten wurden nicht mitgeteilt.Der 55-jährige Hauptkommissar, der als Schriftsachverständiger für das sächsische Landeskriminalamt arbeitete, hatte gestanden, Anfang November einen 59 Jahre alten Geschäftsmann aus Hannover in seiner Pension getötet und die Leiche in Teilen im Garten vergraben zu haben.

Er bestreitet allerdings sexuelle oder kannibalistische Motive und gibt laut Staatsanwaltschaft an, das Opfer nur auf dessen ausdrücklichen Wunsch hin getötet zu haben.Die Ermittlungsarbeiten am Tatort werden voraussichtlich noch mindestens diese Woche andauern. „Wir müssen erst einmal in Ruhe arbeiten und dann weitersehen“, sagte Polizeisprecherin Jana Ulbricht. Die Arbeit der Ermittler konzentriere sich neben der Suche nach weiteren im Garten vermuteten Leichenteilen auf das Innere der Pension, was Zeit brauche. „Das ist ja nicht nur ein Ein-Zimmer-Bungalow“, sagte Ulbricht. Dabei gehe es auch darum, vorhandene Spuren nicht zu vernichten.

dpa

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