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Polizeiticker Mutmaßlicher Dschihadist aus Sachsen stellt sich trotz drohender Gefängnisstrafe der Polizei
Region Polizeiticker Mutmaßlicher Dschihadist aus Sachsen stellt sich trotz drohender Gefängnisstrafe der Polizei
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16:19 18.12.2014
Zwei jungen Sachsen droht nun eine Gefängnisstrafe. Quelle: Bernd Settnik/Archiv
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Dresden

Er sei dann in Absprache mit den deutschen Stellen nach München geflogen, wo er am Mittwochmorgen verhaftet worden sei.

Die Staatsanwaltschaft Dresden ermittelt gegen den 21-jährigen Konvertiten und einen 19-Jährigen aus Dippoldiswalde wegen Vorbereitungen staatsgefährdender Gewalttaten im Ausland. Die beiden waren im September in den Nahen Osten aufgebrochen. Zuvor hatten sie bei Facebook mitgeteilt, in den „Heiligen Krieg“ ziehen zu wollen.

Die Fahndung nach dem 19-Jährigen laufe weiter, sagte Hille. Angaben zum möglichen Aufenthaltsort machte er nicht. Anfang des Monats hatte der MDR über ein Lebenszeichen von ihm berichtet. Demnach hatte er in einer persönlichen Mitteilung von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geschwärmt und von einem Alltag aus „Kriegsbeute, Training, Wache“ berichtet. Dem Bericht zufolge waren die beiden per Bahn und Bus zunächst in die Türkei und dann weiter zur IS-Hochburg Rakka in Syrien gereist.

Vater und Bruder des 21-Jährigen waren in die Türkei gereist. Vermutlich hätten sie den Sportstudenten, der vor einem Jahr zum Islam konvertiert sei, zur Rückkehr überredet. Sollte sich der Mann der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat schuldig gemacht haben, droht ihm eine lange Haftstrafe. Unter den Paragraf 89a des Strafgesetzbuches fällt auch die Ausbildung in einem Terror-Camp.

Zuletzt waren in Deutschland mehrfach Rückkehrer aus Syrien oder dem Irak festgenommen worden, die dort die Terrormiliz Islamischer Staat unterstützten.

Martin Fischer

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