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Nach Bombenfund in Dresden - 2500 Menschen werden in Sicherheit gebracht

Nach Bombenfund in Dresden - 2500 Menschen werden in Sicherheit gebracht

Abtransport zu gefährlich: Eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg ist am Dienstagnachmittag auf der Baustelle des Marie-Curie-Gymnasiums an der Zirkusstraße in Dresden gefunden worden.

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Nach dem Bombenfund in Dresden wurden 2500 Menschen in Notunterkünfte gebracht.

Quelle: Stephan Lohse

Dresden. Das 250-Kilo-Geschoss amerikanischer Bauart wurde bei Grabungen am Rande der Altstadt entdeckt, teilte die Polizei mit. Der Fundort wurde abgesperrt, die Evakuierung des Umfeldes wird vorbereitet.

Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes haben die Bombe untersucht und entschieden, dass sie vor Ort entschärft werden soll. Ein Bagger soll die Bombe laut Informationen eines DNN-Online-Redakteurs vor Ort bereits bewegt haben, so dass ein Abtransport nicht in Frage kommt. Wie Thomas Lange vom Kampfmittelbeseitigungsdienst erklärte, enthält die Bombe einen Schlagzünder. Dieser muss bei der Entschärfung entfernt werden.

Lange wird den Entschärfungsversuch vornehmen, wenn die Evakuierung abgeschlossen ist. Laut Informationen der Polizei vom Nachmittag soll dies gegen 21 Uhr abgeschlossen sein. Gegen 20 Uhr war die Evakuierung weit fortgeschritten, lediglich 50 bis 60 bettlägerige Anwohner sollten noch mit Hilfe des Rettungsdienstes in Sicherheit gebracht werden. Wie Feuerwehrsprecher Thomas Mende mitteilte, werden dazu Kräfte aus Dresden und dem Umland zusammengezogen.

Evakuiert werden vor allem die Zirkusstraße und umliegende Häuser. In Nord- und Südrichtung ist der Evakuierungsradius weiter, da hier bei einer Explosion keine nahen Häuser die Druckwelle abfangen. Daher werden auch mehrere Hochhäuser an der Grunaer Straße evakuiert.

In Richtung Elbe wurden Häuser bis ans Terrassenufer evakuiert. Betroffen sind auch zwei Hotels, das Dorinth-Hotel und das Hotel am Terrassenufer. Etwa 2.500 Menschen müssen ihre Häuser verlassen. Die Bewohner sind nach ersten Aussagen zufrieden mit dem Vorgehen der Polizei. Ältere Menschen werden mit Bussen der Dresdner Verkehrsbetriebe weggebracht. Allerdings gab es Unklarheiten bei den Auffangzentren. Nachdem zunächst das St-Benno-Gymnasium genannt worden war, wurden die dort Wartenden später zum BSZ auf der Güntzstraße gebracht. Dort war zunächst aber nichts vorbereitet, erst nach langem Warten konnte das Technische Hilfswerk die Gestrandeten versorgen. An den beiden anderen Auffangzentren, der Grundschule in der Josephinenstraße - hier werden auch die Bettlägerigen untergebracht - sowie der Berufsschule in der Melanchthonstraße soll es problemlos verlaufen sein.

Probleme in den Anlaufzentren

Die Evakuierung soll gegen 21 Uhr abgeschlossen sein, so der Plan der Polizei. Laut einem Polizeisprecher wird nach Abschluss der Evakuierung eine großflächige Straßensperrung zwischen Georg-, Straßburger- und dem Postplatz eingerichtet. Ab dann werden auch Linien der Dresdner Verkehrsbetriebe über den Hauptbahnhof und den Postplatz umgeleitet. Betroffen sind die Linien 1, 2, 3, 4, 7, 12, 62 und 75.

Danach rücken die Entschärfer an. Wann deren Arbeit abgeschlossen ist, stand am Abend noch nicht fest. Erst Schätzungen gehen von Mitternacht aus.

Für Fragen der Anwohner ist das Bürgertelefon der Stadt Dresden unter der Rufnummer (0351) 488 23 33 erreichbar.

dpa/sl/fs

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