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Nach Macheten-Mord beim Sex: Angeklagte sollen lange in Haft

Prozess am Landgericht Chemnitz Nach Macheten-Mord beim Sex: Angeklagte sollen lange in Haft

Für die Tötung eines Mannes in Chemnitz mit einer Machete sollen die beiden Angeklagten für viele Jahre ins Gefängnis. Fünf Monate nach dem Beginn des Prozesses am Landgericht Chemnitz forderte die Staatsanwaltschaft am Dienstag für die Witwe des Opfers eine lebenslange Freiheitsstrafe wegen gemeinschaftlich begangenen Mordes.

Der wegen Mordes angeklagte Jan Günter D. (M) trifft am 07.06.2017 im Gerichtssaal im Landgericht in Chemnitz (Sachsen) ein.

Quelle: dpa

Chemnitz. Für den geständigen Beschuldigten beantragte der Anklagevertreter eine Haftstrafe von 13 Jahren und 6 Monaten. Dabei solle seine Bereitschaft berücksichtigt werden, den Fall aufzuklären. Ohne seine Angaben wäre eine Verurteilung der angeklagten Frau nicht möglich, sagte der Staatsanwalt Sven Schroth. Noch im Laufe des Verhandlungstages sollte das Urteil gesprochen werden.

Seit Anfang Juni müssen sich die damalige Ehefrau des Opfers und der Vater ihrer älteren Tochter am Landgericht Chemnitz verantworten. Ihnen wird vorgeworfen, den Ehemann gemeinschaftlich getötet zu haben. Dies sei, so die Staatsanwaltschaft, durch einen tiefen Halsschnitt bis zur Wirbelsäule geschehen, während die Eheleute Sex gehabt hätten. Dabei seien auch die Achillessehnen der Mitangeklagten durchtrennt worden.

Die Nebenklage schloss sich nur zum Teil den Anträgen des Staatsanwalts an. Wie Schroth forderte der Anwalt des erwachsenen Sohnes des Getöteten eine lebenslange Haftstrafe für die 31 Jahre alte Angeklagte. Zudem beantragte er für die gebürtige Kenianerin Susan A. die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld.

Für den 39-jährigen Jan D. forderte der Anwalt ebenfalls lebenslänglich. Der Vater seines Mandanten sei bestialisch abgeschlachtet worden. Die Verteidiger der Witwe forderten dagegen einen Freispruch und die Aufhebung des Haftbefehls.

Der Angeklagte hatte zum Prozessauftakt gestanden, den 56-Jährigen am 13. September 2016 mit einer Machete getötet zu haben. Er sei dazu angestiftet worden. Es habe seit längerem Pläne und erfolglose Versuche zur Tötung des Mannes vonseiten der Ehefrau gegeben, hatte der frühere Geliebte der Frau vor Gericht ausgesagt.

Dies habe unter anderem durch Vergiftung mit Crystal Meth geschehen sollen. In einer früheren Urinprobe des Opfers war tatsächlich Methamphetamin nachgewiesen worden. Auch habe sie ihn nach eigenen Angaben aufgefordert, sich nach einem Auftragsmörder und dem Kauf einer Waffe zu erkundigen.

Die Frau hingegen hatte jegliche Schuld von sich gewiesen. Sie sagte aus, drei Maskierte hätten das Ehepaar überfallen, den Mann getötet und sie schwer verletzt. Laut Staatsanwalt bestäigte sich diese Darstellung jedoch durch die Ermittlungen nicht und sei daher widerlegt.

Sowohl Schroth als auch die Nebenklage wiesen darauf hin, dass die Frau zahlreiche widersprüchliche Angaben zu ihrem Leben insgesamt und zum Tattag im besonderen gemacht habe. „So ein verlogener Mensch, der andere gegeneinander ausspielt, ist mir noch nicht begegnet“, sagte der Staatsanwalt. Frau A. habe eine Dreiecksbeziehung geführt: mit ihrem Ehemann, mit Jan D., dem Vater ihrer älteren Tochter, sowie einem weiteren Geliebten, mit dem sie seit 2016 einen gemeinsame Tochter hat.

lvz

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