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Nach dem Fund toter Babys in Schwarzenberg und Rotava: Ermittler befürchten weitere Morde

Nach dem Fund toter Babys in Schwarzenberg und Rotava: Ermittler befürchten weitere Morde

Im Fall der toten Geschwisterbabys von Schwarzenberg und Rotava (Tschechien) fürchten die Ermittler, dass die Mutter wieder töten könnte. „Die Frau ist möglicherweise wieder schwanger“, sagte Michael Mundt von der Zwickauer Polizei am Mittwoch.

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Kerzen und Plüschtiere liegen vor dem Altkleidercontainer, in dem im Januar 2011 ein totes Baby gefunden worden war. (Archiv)

Quelle: dpa

Schwarzenberg/Zwickau. Die Frau habe offensichtlich Probleme mit der Verhütung, und sie habe schon zweimal ein Baby umgebracht. Mit Hilfe von Plakaten und Briefsendungen in Schwarzenberg im Erzgebirge sowie einem Beitrag in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY ungelöst“ hoffen die Ermittler auf neue Hinweise.

Das eine tote Baby war am 19. Januar 2011 in einem Kleidercontainer in Schwarzenberg entdeckt worden. Im Juni 2012 wurde bei Rotava in der Nähe von Karlovy Vary (Karlsbad) ein weiters totes Neugeborenes gefunden. Ein Gentest ergab, dass beide Kinder Geschwister waren. Die Polizei hat bis jetzt vergeblich nach der Mutter gefahndet.

Seit 2011 sind die Ermittler 2835 Hinweisen nachgegangen, eingeschlossen 2271 DNA-Tests bei Frauen aus der Region. Sechs der Proben müssten noch ausgewertet werden, hieß es. Auch eine Suche in katholischen Kirchgemeinden des Vogtlandes blieb ohne Ergebnis. Das mutmaßliche Verhütungsproblem hatte die Kriminalisten auf die Idee gebracht. „Die Pfarrer waren sehr verständnisvoll“, sagte Mundt.

Der Fallanalytiker Ralf Kresse vom Landeskriminalamt geht weiter davon aus, dass die Frau in den Jahren 2010 und 2011 eine festen Bezug zu Schwarzenberg hatte und möglicherweise sogar jetzt noch immer dort lebt oder arbeitet. Deshalb müsse sie dort auch Bekannte oder Freunde gehabt haben oder noch haben. „Jemand muss die schwangere Mutter gesehen haben und wusste möglicherweise nur die Schwangerschaftssymptome nicht zu deuten“, ist Kresse überzeugt. „Das könnte sein, wenn die Frau ihren Zustand bewusst versteckt und bestritten hat.“

Die Plakate und 800 Schreiben, die in diesem Monat in Schwarzenberger Briefkästen geworfen werden sollen, richten sich deshalb vor allem an mögliche Mitwisser. „Kennen Sie eine Frau, bei der Sie den Verdacht hegten, dass sie vielleicht schwanger war?“, wird gefragt. „Kein drittes totes Baby!!!“, heißt es.

Zudem fragen die Ermittler nach Hinweisen auf ein einfaches blaues, noch immer blutverschmiertes Handtuch, das noch aus DDR-Produktion stammt und bei dem Schwarzenberg-Baby gefunden wurde. Es wurde eine Sondertelefonnummer eingerichtet und nach wie vor ist eine Belohnung von 5000 Euro für den entscheidenden Tipp ausgelobt.

dpa

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